Bayern-Lese

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Bayern-Lese

Cornelia Nowak, Carla Fandrey und Kai Uwe Schierz (Hg.)

Aufmunterung zur Kunst
Bartholomäus Bellermann und Heinrich Dornheim
Kunst in Erfurt um 1800
Ausstellungskatalog
Der Band beleuchtet ein interessantes Kapitel der Erfurter Kunstgeschichte. Mit der Publikation der Werkbestände der beiden Erfurter Maler und Zeichner Nikolaus Christian Heinrich Dornheim (1772–1830) und Johann Bartholomäus Bellermann (1756–1833) entsteht ein Bild der Kunst in Erfurt an der Schwelle zum 19. Jahrhundert, als vor allem die Beobachtung und Erkundung der Natur mit all ihren Erscheinungen, Farben und Phänomenen im Vordergrund stand. Etwa 700 Handzeichnungen und Malereien auf Papier sowie mehrere Gemälde wurden dafür erforscht und neu bewertet.

Unser Leseangebot

"Schäufele"

Werner Schwanfelder

Das Nationalgericht ist das Schäufele

Wir Franken wollen eigentlich nicht verraten, dass wir unsere Schweine anders zerlegen, zumindest die Schulter. Anderswo zerteilt man die Schulter in ein bis zwei Kilo schwere Bratenstücke. Der Frankenschlachter schneidet ein V-förmiges, gut 20 Zentimeter langes Stück nah am Schlüsselbeinknochen mitsamt der Schwarte aus der Schulter heraus. Daraus entsteht das „Schäufele“, so benannt wegen des schaufelförmigen Schlüsselbeinknochens. Im Idealfall sind es 750-Gramm-Stücke, die jeden Franken wohl befriedigen können. Dieser ganz besondere Zuschnitt garantiert, dass das magere, nahezu sehnen- und bindegewebefreie Schulterfleisch sich in der Röhre bestens entwickeln kann. Oben schützt die krosse Schwarte vor der Brathitze, der Y-förmige Knochen gibt dem Fleisch die notwendige Stabilität.

Das gilt für die gesamte Frankenwelt. Die Begleitung richtet sich eher nach dem Geschmack der Region. Die Bamberger essen ihr Schäufele gerne mit Sauerkraut oder Wirsing. Dazu gibt es Kartoffelknödel, die in der Lage sind, sich mit der Soße vollzusaugen. Deshalb darf auch bei der Bratensoße nicht gespart werden!

Schäufele gibt es in Bamberg natürlich in allen (fränkischen) Gaststätten. Und selten wird man enttäuscht. Wer es besonders stilvoll möchte, geht in das älteste Wirtshaus von Bamberg. Ins „Zum Sternla“, wo man bereits seit 1380 verköstigt wird. Es befindet sich in der Langen Straße 46. Zum Schäufele gibt es auch noch ein süffiges Bamberger Bier. Das muss unbedingt sein. Aber: Wer die Wahl hat, hat auch beim Bier die Qual.

Weitere Informationen:

Gasthaus Zum Sternla

Lange Straße 46

96047 Bamberg

Tel.: 0951 / 28750

www.sternla.de

Öffnungszeiten:

Mo geschlossen
Di 16:00 - 23:00 Uhr
Mi - Sa11:00 - 23:00 Uhr
So 10:00 - 23:00 Uhr

*****

Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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