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Helga Heilig
Saale-Unstrut 99 Mal entdecken!
Reiseführer

Welterbe und hochmittelalterliche Kultur in einer unverwechselbaren Region erleben
Wer die Naumburger fragt, worauf sie besonders stolz sind, erhält zwei Antworten: »Dom und wilde Zicke.« – »Wilde Zicke?« – »Na, unsere Ille, die Straßenbahn!«, heißt es dann erklärend. Denn Naumburg hat mehr Entdeckungen zu bieten als nur den berühmten Dom, von dem jeder weiß. Und Helga Heilig hat noch weitere Tipps parat. Wie die zwölf Steinreliefs im Blütengrund nahe der Saale-Unstrut-Mündung – das größte Bildrelief in Europa, die zisterziensische Fenster-Rose in Schulpforte oder die Rundlingsdörfer Schleberoda und Großwilsdorf. Und natürlich kommt auch sie nicht um die vielen Burgen und Schlösser umhin, die die Kulturlandschaft an Saale und Unstrut prägen, die eingebunden sind in vielfältige Naturräume mit zahlreichen Besonderheiten.

Dinkelsbühl

Dinkelsbühl

Werner Rosenzweig

Türme, Teiche und Wacholder

Mittelalterlicher als Dinkelsbühl geht es kaum. Seit über 400 Jahren prägt den Ort ein Stadtbild wie aus dem Bilderbuch. Aber auch die Teiche und Wacholderheiden im Umland sollte man nicht vergessen, denn sie liefern Karpfen und Lämmer der Extraklasse. Anders als in Rothenburg ob der Tauber fiel im Zweiten Weltkrieg in Dinkelsbühl keine einzige Bombe. Die Stadt blieb verschont. Gäste aus aller Welt genießen die alten Befestigungsanlagen und begeistern sich an der 800 Jahre alten reichstädtischen Geschichte. Märchenhaft das gotische Münster St. Georg und die historischen Marktplätze mit den repräsentativen Patrizierhäusern. Weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt sind die jährlichen historischen Festspiele zur Kinderzeche im Juli, die an eine alte überlieferte Sage anknüpfen: Einem tapferen Dinkelsbühler Mädchen, der Kinderlore, gelang 1632 die Rettung der Stadt vor den herannahenden siegreichen Schweden. Sie zog mit allen Kindern der Stadt dem fremden Heer entgegen und bat den Befehlshaber um Milde. Er solle die Stadt nicht zerstören und von Plünderungen absehen. Im Jahr 1897 wurde anlässlich der sagenhaften Rettung ein Festspiel geschrieben, welches seitdem im Rahmen der „Kinderzeche“ alljährlich zehn Julitage lang gefeiert wird. Um dem historischen Festspiel ein Zuhause zu geben, werden im Kinderzech-Zeughaus originalgetreue Kostüme der damaligen Zeit ausgestellt.

Weitere Informationen:

Adresse:

Touristik Service

Segringer Straße 30

91550 Dinkelsbühl

Interneatauftritt:

https://www.tourismus-dinkelsbuehl.de/startseite

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Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

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