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Wendelin Bottländer

Bunt und Grau
Ost-Berlin 1980 bis 1983
Mit einem Text von Bernd Lindner
Bildband

Der Blick durch die Kamera eines westdeutschen Fotografen

Ein Rheinländer in Ost-Berlin – von 1980 bis 1983 fotografierte Wendelin Bottländer auf mehreren Reisen in die damalige Hauptstadt der DDR, den östlichen Teil der Spreemetropole, ihren Alltag zwischen dezenter Farbigkeit und tristem Grau, zwischen postuliertem Fortschritt und tatsächlichem Stillstand und Verfall. Es gelingen ihm einzigartige und – beim bevorstehenden Grenzübertritt auf der Rückfahrt – gewagte Porträts einer urbanen Landschaft wie Detailstudien eines Alltags, der längst historisch ist. Ursprünglich für den Abdruck in Zeitschriften gedacht, liegen nun viele dieser besonderen Aufnahmen in diesem Band in Erstveröffentlichung vor.

Dinkelsbühl

Dinkelsbühl

Werner Rosenzweig

Türme, Teiche und Wacholder

Mittelalterlicher als Dinkelsbühl geht es kaum. Seit über 400 Jahren prägt den Ort ein Stadtbild wie aus dem Bilderbuch. Aber auch die Teiche und Wacholderheiden im Umland sollte man nicht vergessen, denn sie liefern Karpfen und Lämmer der Extraklasse. Anders als in Rothenburg ob der Tauber fiel im Zweiten Weltkrieg in Dinkelsbühl keine einzige Bombe. Die Stadt blieb verschont. Gäste aus aller Welt genießen die alten Befestigungsanlagen und begeistern sich an der 800 Jahre alten reichstädtischen Geschichte. Märchenhaft das gotische Münster St. Georg und die historischen Marktplätze mit den repräsentativen Patrizierhäusern. Weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt sind die jährlichen historischen Festspiele zur Kinderzeche im Juli, die an eine alte überlieferte Sage anknüpfen: Einem tapferen Dinkelsbühler Mädchen, der Kinderlore, gelang 1632 die Rettung der Stadt vor den herannahenden siegreichen Schweden. Sie zog mit allen Kindern der Stadt dem fremden Heer entgegen und bat den Befehlshaber um Milde. Er solle die Stadt nicht zerstören und von Plünderungen absehen. Im Jahr 1897 wurde anlässlich der sagenhaften Rettung ein Festspiel geschrieben, welches seitdem im Rahmen der „Kinderzeche“ alljährlich zehn Julitage lang gefeiert wird. Um dem historischen Festspiel ein Zuhause zu geben, werden im Kinderzech-Zeughaus originalgetreue Kostüme der damaligen Zeit ausgestellt.

Weitere Informationen:

Adresse:

Touristik Service

Segringer Straße 30

91550 Dinkelsbühl

Interneatauftritt:

https://www.tourismus-dinkelsbuehl.de/startseite

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Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

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