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Jan Brademann (Hg.)
Weibliche Diakonie in Anhalt
Zur Geschichte der Anhaltischen Diakonissenanstalt Dessau

Das vorliegende Buch bietet erstmals eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Dessauer Mutterhauses, seiner Tochteranstalten und ihrer wichtigsten Akteure, der Diakonissen. Einzelstudien nähern sich der weiblichen Diakonie in Anhalt sowohl auf sozialer als auch auf politischer und organisatorischer Ebene. In zwei lebensgeschichtlichen Interviews kommen die Diakonissen zudem selbst zu Wort. Schließlich wird der Blick auf eine Gegenwart gerichtet, der die Diakonissen fremd geworden zu sein scheinen, und auf eine Zukunft, in der ihr Erbe dennoch bewahrt werden soll.

Seßlach

Seßlach

Werner Rosenzweig

Das oberfränkische Rothenburg

Das Städtchen wird heute liebevoll als das „Oberfränkische Rothenburg“ bezeichnet. Drei Stadttore, verwinkelte Gassen, alte Fachwerkhäuser und ein vollständig erhaltener mittelalterlicher Stadtkern charakterisieren den Ort. Hier wurden die Filme „Luther“ und „Räuber Hotzenplotz“ gedreht. Besonders sehenswert ist die Pfarrkirche St. Johannes aus dem 14. Jahrhundert mit einer Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1390 sowie einem gotischen Schnitzaltar von 1510. Der Bauernkrieg ging nicht spurlos an Seßlach vorbei. Als der Aufstand von den Feudalherren niedergeschlagen worden war, zog Konrad von Bingen, Bischof von Würzburg, durch die Gegend und übte fürchterliche Rache an den Rädelsführern. Allerorts ließ er Strafgerichte abhalten. So auch in Seßlach. Vor dem Seßlacher Rathaus, dem Wahrzeichen bürgerlicher Selbstbestimmung, ließ er fünf Bürger, angebliche Anführer des Aufstands, ohne Gerichtsverhandlung enthaupten. Am Ende der gesamten Aktion schickte der Scharfrichter dem Markgrafen eine Rechnung für seine erbrachten Leistungen: Insgesamt 80 Männer hatte er enthauptet, 69 hatte er die Augen ausgestochen und die Finger abgehauen. Die Bevölkerung hatte für den entstandenen Schaden aufzukommen und ihre Rechte wurden noch schärfer beschnitten als vor dem Aufstand. Heute genießen die Gäste Seßlachs die vielen Sehenswürdigkeiten mit aller Beschaulichkeit.

Weitere Informationen:

Adresse:

Pfarrkirche St. Johannes d. T.

Pfarrgasse 111

96145 Seßlach

Tel.: 09569 216

Internetauftritt:

https://pfarreiengemeinschaft-sesslach.de/

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Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

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