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Eberhard Brecht

Zerstörte Lebenswelten
Juden in Quedlinburg 1933–1945

Eberhard Brecht schildert das Leben und Leiden von Juden in der Kleinstadt Quedlinburg vor und während der NS-Diktatur. Glaube und Rituale wurden gelebt, ohne dass sich die Juden der Stadt in einer Parallelgesellschaft bewegten. Im Gegenteil: Gläubige wie zum Protestantismus konvertierte Juden trugen maßgeblich zum gesellschaftlichen Leben der Stadt bei. Diese Integration löste sich nach 1933 mit der antisemitischen Propaganda, den Nürnberger Gesetzen und anderen Einschränkungen von persönlicher Freiheit sowie den Ausschreitungen gegen Juden und ihre Geschäfte, insbesondere in der Pogromnacht 1938, auf.

Schleuse 100

Schleuse 100

Werner Schwanfelder

Die letzte Schleuse des Alten Kanals

Bamberg liegt nicht nur an der Regnitz, sondern auch am Ludwig-Donau-Main-Kanal. Der führt parallel zur Regnitz dahin, meistens sogar breiter als der Fluss. Der heutige Kanal hatte einen Vorfahren, den Alten Kanal. Ein kleines Stück davon ist übrig geblieben. Es zweigt vom linken Regnitzarm ab und bildet eine Insel, innerhalb des Inselgebietes. Ein beschauliches „Stück“ Kanal mit einer funktionsfähigen Schleuse. Die Schleuse 100 ist die letzte Schleuse des Ludwig-Main-Donau-Kanals aus den Jahren 1836 bis 1846, sie kontrolliert den Zugang zum Fluss. Fast vier Meter Wasserhöhenunterschied müssen die Schiffe (kleinere wohlgemerkt) überwinden. Mit Selbstbedienung und Handbetrieb. Do it yourself für die Schiffer.

Für jede Schleusenfüllung benötigt man eine Viertelstunde, in der rund 500.000 Liter Wasser in das 34,15 Meter lange und 4,67 Meter breite Becken fließen.

Die Schleuse 100 hat darüber hinaus bis heute eine recht praktische Bedeutung für die Stadt, denn sie gehört zu dem Regulierungssystem der Regnitz. Nur so bekommen die Bewohner von Klein-Venedig keine nassen Füße. Und auch die Wasserkraftwerke an der Regnitz können betrieben werden.

Der (alte) Ludwig-Main-Donau-Kanal selbst hatte keine große Bedeutung für Bamberg, denn bereits bei seiner Fertigstellung spielte er für den Warentransport keine Rolle mehr, weil sich die Eisenbahn als wirtschaftlicher erwies. Ihre Trasse erreichte fast zeitgleich Bamberg. Der alte Kanal wurde 1950 endgültig stillgelegt, nur die Spaziergänger genießen ihn noch immer.

Weitere Informationen:

Schleuse 100

Mühlwörth 15

96047 Bamberg

Öffnungszeiten:

täglich24 Stunden

*****

Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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