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Rüdiger Fikentscher

Deutschland und anderswo
Reiseerlebnisse im 19. Jahrhundert

»Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen«, dichtete einst Matthias Claudius. Wie recht er damit hatte, zeigt sich in den im Buch versammelten Originalberichten aus Tagebüchern und Briefen von Mitgliedern einer besonders reisefreudigen Familie über fünf Generationen. Sie reisten geschäftlich, wegen der Wissenschaft, um Bildung zu erwerben und persönliche Verbindungen zu stärken. Auf jeden Fall individuell, doch kaum, um sich zu erholen. Weder arm noch reich wanderten oder fuhren sie durch Deutschland, Österreich, Frankreich und England, kamen sogar nach Übersee.

Kirche St. Martin Bamberg

Kirche St. Martin Bamberg

Werner Schwanfelder

Verborgene Kirche am Grünen Markt

Die Kirche St. Martin ist vor lauter Geschäftigkeit am Grünen Markt leicht zu übersehen. Zumal sie seit 2012 wegen Bauschäden nur teilweise zugänglich ist. Sie trägt auch die Bezeichnung Jesuitenkirche, da diese als Bauherren fungierten. 1589 erhielten die Jesuiten den zentralen Platz für einen Kirchenbau. Doch erst 1686 wurde er begonnen, 1693 abgeschlossen.

Die Kirche „Zum Heiligsten Namen Jesu“ fungierte als Jesuiten- und Universitätskirche. Man sieht es bereits der Fassade an: Die Planung stammt von Georg Dientzenhofer, die Ausführung übernahm sein Bruder Johann Leonhard Dientzenhofer. Damit ist sie die einzige reine Barockkirche in Bamberg.

Mit der Französische Revolution und der Säkularisierung ging die Kirche 1803 in den Besitz des Kurfürstentums Bayern über. In Bamberg hatte man eindeutig zu viele Kirchen. In unmittelbarer Nähe, am Maxplatz, gab es die gotische St.-Martins-Kirche. So wies man der Gemeinde St. Martin die Universitätskirche zu. Die alte Martinskirche brach man ab und löste den Friedhof auf.

Seit über 200 Jahren ist das prachtvolle barocke Gotteshaus der Ort, an dem sich die Gemeinde versammelt, um zu beten, Eucharistie zu feiern, zu taufen, zu heiraten und ihre Toten zu betrauern. Und: Mit mit der Begegnung der beiden Marienfiguren aus der Oberen Pfarre und St. Martin wird eine 300 Jahre alte Tradition gepflegt.

Die Gemeinde St. Martin hat den Umzug heute natürlich längst verschmerzt. Ihr Pfarrgebiet erstreckt sich über das gesamte „Inselgebiet“ zwischen den beiden Flussarmen der Regnitz.

Weitere Informationen:

Kirche St. Martin

Grüner Markt

96047 Bamberg

www.st-martin-bamberg.de


Öffnungszeiten:

Mo - So 9:00 -17:00 Uhr

*****

Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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