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Grit Poppe
Angstfresser
Roman

Br., 130 × 210 mm, 352 S.
ISBN 978-3-96311-239-3

Erschienen: Februar 2020


Angstfresser, der (lat. Hirudo Timor), blutegelähnlicher Parasit, der in der traditionellen chinesischen Medizin als Therapie gegen Angst- und Panik­zustände sowie Traumata eingesetzt wird. Auf anfängliche Nebenwirkungen wie Albträume, Halluzinationen, Wiedererleben früherer Gefühlszustände folgen rapide, kontinuierliche Therapieerfolge.

Scheinbar.
Kyra, eine labile junge Frau, die an den Gespenstern ihrer Vergangenheit zu zerbrechen droht, sieht die Therapie mithilfe eines Hirudo Timors als ihre letzte Chance, sich von ihren Ängsten zu befreien.
Doch was ist Schreckliches passiert, dass jedwede Erinnerung an ihre Kindheit aus ihrem Gedächtnis wie ausgelöscht erscheint?
Nach und nach kann sie sich von ihren posttraumatischen Belastungsstörungen befreien. Doch plötzlich kehren die Erinnerungen zurück und die Vergangenheit holt sie wieder ein …

Wortgewaltig, aber auch sensibel reißt Grit Poppe die Leser in einen Strudel aus Angst, Schuld und Surrealität.

Gärtner- und Häckermuseum

Gärtner- und Häckermuseum

Werner Schwanfelder

Wo die Gärtner lebten

Es ist durchaus bemerkenswert, dass ein Stadtteil von Bamberg Gärtnerstadt genannt wird. Der Name ist Programm. In einem typischen Gärtnerhaus mit viel Gartenland drum herum hat man das Gärtner- und Häckermuseum untergebracht.

Schon um 1600 gab es hier ein Gärtnerhaus mit Ziehbrunnen. Um 1767 wurde das heutige Museumsgebäude als (sehr typisches) Durchfahrtshaus errichtet. In Haus und Garten kann der Besucher das Gärtnerdasein um 1900 erleben. Welche Gemüse- und Kräuter gab es, mit welchen Gerätschaften wurden sie bearbeitet? Welche Bräuche pflegten die Gärtner? Das Museum existiert bereits seit 1979. Aber erst 2012 wurde es grundlegend renoviert und auf den neuesten Museumsstand gebracht.

Bamberg ist bekannt und hoch gelobt für seine Stadtgärten. Das Gärtnerviertel befindet sich östlich der Regnitz, wo es fruchtbares Land gibt, wasserreich und geschützt. Seit dem Mittelalter gedeihen hier Gemüse, Kräuter und Blumen. Und über viele Jahrhunderte waren insbesondere der Anbau und der Verkauf von Süßholzwurzeln (Rohstoff für Heilmittel und Lakritze) von Bedeutung. Außerdem deckten sich Städter und Bauern gleichermaßen mit Saatgut von Zwiebel, Kümmel, Lauch, weißer, roter und gelber Rübe, Kohlrabi, Salat und Spinat ein.

Aber nicht nur um die Gärtner geht es, sondern auch um die Häcker, also um die Winzer, die schon im Hochmittelalter an den Hängen um den Domberg Weintrauben anbauten. Als es zu kalt wurde, gab man den Weinbau auf und stellte auf Hopfen, Obst und Getreide um. Bamberg wurde zur Bierstadt.

Weitere Informationen:

Gärtner- und Häckermuseum

Mittelstraße 34

96052 Bamberg

Tel.: 0951 / 201618

www.gaertner-und-haecker-museum.byseum.de

*****

Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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