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Wendelin Bottländer

Bunt und Grau
Ost-Berlin 1980 bis 1983
Mit einem Text von Bernd Lindner
Bildband

Der Blick durch die Kamera eines westdeutschen Fotografen

Ein Rheinländer in Ost-Berlin – von 1980 bis 1983 fotografierte Wendelin Bottländer auf mehreren Reisen in die damalige Hauptstadt der DDR, den östlichen Teil der Spreemetropole, ihren Alltag zwischen dezenter Farbigkeit und tristem Grau, zwischen postuliertem Fortschritt und tatsächlichem Stillstand und Verfall. Es gelingen ihm einzigartige und – beim bevorstehenden Grenzübertritt auf der Rückfahrt – gewagte Porträts einer urbanen Landschaft wie Detailstudien eines Alltags, der längst historisch ist. Ursprünglich für den Abdruck in Zeitschriften gedacht, liegen nun viele dieser besonderen Aufnahmen in diesem Band in Erstveröffentlichung vor.

Stadtpfarrkirche St. Jakob, Rothenburg

Stadtpfarrkirche St. Jakob, Rothenburg

Werner Rosenzweig

Wo der Heilig-Blut-Altar zu sehen ist

Unweit des Marktplatzes steht die evangelische Stadtpfarrkirche St. Jakob aus dem Jahr 1311, welche besonders durch diverse Altäre bekannt ist. Hervorzuheben ist hierbei der Heilig- Blut-Altar von Tilman Riemenschneider, mit der Darstellung des Abendmahls im Schrein, dem Einzug in Jerusalem (rechter Flügel) und dem Ölberg (linker Flügel). Das zwischen den Jahren 1499 bis 1505 entstandene Kunstwerk enthält im Gesprenge eine Bergkristallkugel, in welcher die Reliquie aufbewahrt wird. Es soll sich dabei um einen während des Abendmahls verschütteten Tropfen Wein handeln, der durch die Wandlung zum Blut Christi wurde. Wer den Heilig-Blut-Altar bewundern will, muss sich ein paar wenige Stufen die Westempore hinaufbegeben. Ebenerdig steht im Ostportal der Hauptaltar, auch Zwölfapostelaltar genannt. Die Gemälde stammen von Friedrich Herlin, mit der ältesten Darstellung Rothenburgs, die den Marktplatz um 1466 zeigt. Weiterhin besitzt die Kirche mit den zwei unterschiedlich hohen Türmen mit 5.500 Pfeifen eines der größten Orgelwerke Bayerns. Bemerkenswert sind auch die wunderbaren Glasgemälde in den 17 Meter hohen Glasfenstern des Ostchores, welche Eindrücke aus dem Marienleben, dem Leben und Leiden Christi sowie dem Erlösungswerk Jesu in den Sakramenten vermitteln. Die ältesten stammen aus dem Jahr 1350.

Weitere Informationen:

Stadtpfarrkirche St. Jakob, Rothenburg

Klostergasse 15

91541 Rothenburg ob der Tauber

www.rothenburg.de

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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