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Wendelin Bottländer

Bunt und Grau
Ost-Berlin 1980 bis 1983
Mit einem Text von Bernd Lindner
Bildband

Der Blick durch die Kamera eines westdeutschen Fotografen

Ein Rheinländer in Ost-Berlin – von 1980 bis 1983 fotografierte Wendelin Bottländer auf mehreren Reisen in die damalige Hauptstadt der DDR, den östlichen Teil der Spreemetropole, ihren Alltag zwischen dezenter Farbigkeit und tristem Grau, zwischen postuliertem Fortschritt und tatsächlichem Stillstand und Verfall. Es gelingen ihm einzigartige und – beim bevorstehenden Grenzübertritt auf der Rückfahrt – gewagte Porträts einer urbanen Landschaft wie Detailstudien eines Alltags, der längst historisch ist. Ursprünglich für den Abdruck in Zeitschriften gedacht, liegen nun viele dieser besonderen Aufnahmen in diesem Band in Erstveröffentlichung vor.

Barockschloss Schillingsfürst

Barockschloss Schillingsfürst

Werner Rosenzweig

Die Wiege der Fremdenlegion

Kaum jemand, der nicht schon von der sagenhaften Elitetruppe gehört hat. Doch wer weiß schon, dass die Wiege der französischen Fremdenlegion ausgerechnet im fränkischen Schillingsfürst liegt? Als im Jahr 1789 die Französische Revolution ausbrach und die Bauern sich gegen die Feudalherrschaft der königlichen Hofhaltung erhoben, flohen viele Adelige ins Ausland. Einige von ihnen zog es auch in das fränkische Schillingsfürst. Hier hatte der Adelige Fürst Karl Albrecht ein Jesuitenkolleg erbauen lassen, damit die adelige Jugend in Französisch, Mathematik und Philosophie unterrichtet werden konnte. Das gefiel den geflohenen französischen Feudalherren. Bald veranstalteten sie Theater- und Opernaufführungen und hielten große Gesellschaften, wie sie es vom feudalabsolutistischen Frankreich her kannten. Doch bald wollten sie ihre alten Pfründe in der Heimat zurückhaben. So unterstützten sie die Gegenrevolution und gründeten die „Legion Mirabeau“, welche zum Hohenlohischen Truppenkorps ernannt wurde. Bald standen zwei Regimenter mit jeweils 2.000 Soldaten bereit, welche von französischen Royalisten aufgestellt wurden. Im Jahr 1831 gingen die Regimenter in der französischen Fremdenlegion auf. Zur Erinnerung daran wurde am 13. Juni 2015 im Schloss Schillingsfürst ein kleines Museum eingerichtet. In den ehemaligen Soldatenunterkünften ist heute das Schloss-Café untergebracht.

Weitere Informationen:

Barockschloss Schillingsfürst

Am Wall 14

91583 Schillingsfürst

http://www.schloss-schillingsfuerst.de/

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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91583 Schillingsfürst

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