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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Kloster- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz Donauwörth

Kloster- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz Donauwörth

Werner Rosenzweig

Kreuzreliquie aus Konstantinopel

Am oberen Ende der Reichsstraße liegt die barocke Kloster- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. Einst als Benediktinerkloster gegründet, erhielt das Kloster im Jahr 1030 als Gründungsgabe einen Teil vom Kreuz Christi, welchen Mangold I. von Werd aus Konstantinopel mitbrachte. Da die Anlage im Dreißigjährigen Krieg starke Schäden erlitt, wurde die Kirche ab 1717 im spätbarocken Stil neu errichtet. In diesem Zusammenhang ist auch die Geschichte der „Röls-Buben“ interessant. Am 7. Juli 1717 wurde in Anwesenheit von Reichsprälat Rogerius Röls, Abt des Zisterzienserklosters Kaisheim, seiner Brüder Amandus, Abt des Benediktinerklosters Heilig Kreuz und Johann Georg, Bürgermeister in Donauwörth, der Grundstein für den neuen Kirchenbau gelegt. Als der junge Amandus im Alter von 28 Jahren zum Abt des Klosters Heilig Kreuz gewählt wurde, befand sich das Kloster in einem desolaten Zustand. Doch der junge, tatkräftige Abt zeigte Ausdauer. Schon drei Jahre später waren die Außenarbeiten abgeschlossen, sodass mit den Innenarbeiten begonnen werden konnte. Man sagte ihm nach, dass er sein Wappen mit Bedacht gewählt hatte. Es zeigt auf der linken Seite drei Pappeln als Sinnbild der Beharrlichkeit und auf der rechten Hälfte einen Kranich auf einem Bein stehend, einen Stein in der freien Kralle haltend, als Zeichen der Wachsamkeit.

Weitere Informationen:

Kloster- und Wallfahrtskirche Heilig

Kreuz Donauwörth

Heilig-Kreuz-Straße 19

86609 Donauwörth

https://www.donauwoerth.de/

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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Heilig-Kreuz-Straße 19
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