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Eberhard Brecht

Zerstörte Lebenswelten
Juden in Quedlinburg 1933–1945

Eberhard Brecht schildert das Leben und Leiden von Juden in der Kleinstadt Quedlinburg vor und während der NS-Diktatur. Glaube und Rituale wurden gelebt, ohne dass sich die Juden der Stadt in einer Parallelgesellschaft bewegten. Im Gegenteil: Gläubige wie zum Protestantismus konvertierte Juden trugen maßgeblich zum gesellschaftlichen Leben der Stadt bei. Diese Integration löste sich nach 1933 mit der antisemitischen Propaganda, den Nürnberger Gesetzen und anderen Einschränkungen von persönlicher Freiheit sowie den Ausschreitungen gegen Juden und ihre Geschäfte, insbesondere in der Pogromnacht 1938, auf.

Augustiner-Chorherrenstift, Rottenbuch

Augustiner-Chorherrenstift, Rottenbuch

Werner Rosenzweig

Nicht weit von „der Wies“ entfernt

Das Kloster Rottenbuch war früher da als die Klosterstiftskirche. 1073/74 stiftete es Herzog Welf IV. seiner zweiten Frau Judith. Die ehemalige Stifts- und heutige Pfarrkirche wurde erst ab 1085 erbaut. Der Aufbau der romanischen Kirche in Kreuzesform, mit dem danebenstehenden Glockenturm, zog sich bis 1125 hin. Zum Betrieb des Klosters wurden Augustiner-Chorherren bestimmt. Sie lebten in Armut und Demut und widmeten sich hauptsächlich der Seelsorge. Ihre damaligen Pröbste gewannen bald an erheblichem Einfluss und wurden zu den Stellvertretern des Bischofs erhoben. Schwere Rückschläge für den Fortbestand des Klosters bedeuteten die Brände von 1262/65 und 1322. Zu allem Unglück stürzte auch noch im Jahr 1417 der Kirchturm ein. Die jeweiligen Wiederaufbauten gestalteten sich schwierig und zogen sich lange hin. Weitere Erneuerungen erfolgten im 15. Jahrhundert. So wurde beispielsweise das Langschiff 1477 neu errichtet. Vollendet wurde die Ausstattung der Kirche in den letzten Jahren des 15. Jahrhunderts. Die nächste schlimme Zeit stand den Chorherren im Dreißigjährigen Krieg bevor, in welchem das Stift mehrere Male ausgeplündert wurde. Hungersnot und Pest machten das Unglück perfekt. Der Spanische und der Österreichische Erbfolgekrieg erforderten einen umfassenden Stiftsneubau.

Weitere Informationen:

Ehemaliges

Augustiner-Chorherrenstift,

Rottenbuch

Klosterhof 32

82401 Rottenbuch

http://www.pv-rottenbuch.de/

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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Klosterhof 32
82401 Rottenbuch

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