Bayern-Lese

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Michael Hametner

Kopfkino
15 Gespräche – Ein Porträt des Malers Hans Aichinger
Reihe Ateliergespräche

Seine Bilder lassen an Fotorealismus denken. Hans Aichinger malt so vollkommen, dass eine Augentäuschung möglich ist. Michael Hametner, der den Künstler über mehrere Monate befragt hat, erfährt, wie wenig der Begriff für Aichinger selbst zutrifft. Er hat dem Künstler Kern- und Leitsätze großer Kollegen vorgelegt, zu denen sich Aichinger zustimmend oder ablehnend ins Verhältnis setzt. So entsteht das Porträt eines der ungewöhnlichsten Maler der Leipziger Kunstszene von heute. Aichinger erzählt über seine Bilder, die er sich ausdenkt, im Fotostudio mit Modellen nachstellt und schließlich in einem Akt von Meditation malt. Was entsteht, ist ein bis in die Details hinein perfekt anmutender Realismus.

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Burg Gügel

Burg Gügel

Werner Schwanfelder

Die Kapelle auf dem Gügel

Altes Siedlungsland, Überreste aus der Bronzezeit. Die Vergangenheit grüßt: Die Burg Gügel wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut wie die Giechburg – zwei Burgenschwestern.

Ein Dokument verweist 1274 auf eine Burg und eine Kapelle auf dem Gügel. 1390 erwarb der Fürstbischof Lamprecht von Brunn die Burg. Mit der Feste wusste er offensichtlich nichts anzufangen. Sie verfiel, die Kapelle wurde auch nach Zerstörungen wiederaufgebaut.

1430 hausten die Hussiten wie die Berserker. Die Bamberger bauten die Kapelle erneut auf, noch prächtiger. Die Gügel-Kirche besaß ohne Burg aber offensichtlich keine große strategische Bedeutung, sodass sie 1525 im Bauernkrieg und 1552 im Zweiten Markgräflerkrieg verschont blieb. Aber der Zahn der Zeit nagte am Kirchenbau. Da tagte gerade rechtzeitig das Konzil von Trient, in dem man beschloss, Kirchen zu renovieren oder neu zu bauen, um die Gegenreformation im Land zu fördern. Bamberg war Vorreiter. Daher veranlasste Fürstbischof Gottfried von Aschhausen (1609–1622), die Wallfahrtskapelle Gügel teilweise abzutragen und größtenteils wieder neu aufzubauen.

Um 1700 war die Blütezeit der Gügel-Kirche. Wallfahrten brachten viel Volk zur Kapelle. Daneben wurden Märkte abgehalten. So auch ihr Ruf: Wallfahrtskirche auf Felsen. In die Westwand eingefügt der Turm. Im Westen eine Terrasse, zu der die Treppe führt. Eine Kapelle im Untergeschoss. Über eine Wendeltreppe gelangt man durch einen in den Fels gehauenen Gang in das Langhaus.

Weitere Informationen:

Burg Gügel

96110 Scheßlitz

Ortsteil Zeckendorf

An der St 2187

*****

Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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Burg Gügel

Gügel 1
96110 Scheßlitz

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