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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Schloss Neuschwanstein

Schloss Neuschwanstein

Isabell Meseck

Das Märchenschloss
König Ludwig II. vor Neuschwanstein
König Ludwig II. vor Neuschwanstein
 
Es war sein größter Traum und brachte ihm gleichzeitig den Ruin. Schloss Neuschwanstein sollte der letzte große Rückzugsort für den so menschenscheuen Königs Ludwig II. von Bayern sein, jedoch hat dieser die Fertigstellung seines neuen Schlosses nie erlebt.
 

Seit seiner Kindheit auf Burg Hohenschwangau verehrte Ludwig II. das Mittelalter und bewunderte die romantischen Vertonungen Richard Wagners von Wolfram von Eschenbachs Versen. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Wagners Vertonungen von Lohengrin, Tannhäuser und Parzival eine entscheidende Inspirationsquelle für Schloss Neuschwanstein gaben.

Nach der Niederlage Bayerns an der Seite von Österreich gegen Preußen war Ludwig II. kein souveräner Herrscher mehr und suchte immer mehr nach einem Ort des Rückzuges. Mit Neuschwanstein schuf er sich eine Art Gegenwelt in der er als großer König wie im Mittelalter herrschen konnte.


Sängerhalle Neuschwanstein - kolorierte Fotografie
Sängerhalle Neuschwanstein - kolorierte Fotografie

Der Bau des Schlosses startete im September 1869 auf den Resten zweier kleiner mittelalterlicher Burgen über der Pollatschlucht. Als 1873 der Torbau beendet wurde, konnte Ludwig II. Teile seines Schlosses beziehen. Die Fertigstellung der Wohnräume erfolgte 1884.

Der Bayernkönig änderte auch während des Baus immer wieder seine Pläne. So wollte er im Thronsaal, der 1881 entstand, die Gralshalle als Andenken an das Königtum errichten. Auch sollte der „Sängersaal" der Wartburg größer und prächtiger nachgebaut werden, um als Denkmal der Ritterlichkeit des Mittelalters zu dienen.

Jeder der Wohnräume war einer Sage gewidmet. Vorbild für die Bilderzyklen waren vor allem Lohengrin und Parzival. 1880 wurde ein Raum, in Anlehnung zur „Venusgrotte" im Tannhäuser, zur künstlichen Grotte mit farbiger, elektrischer Beleuchtung und Wasserfall ausgebaut.

Neuschwanstein im Winter
Neuschwanstein im Winter

Am Ende war Ludwig II. hoch verschuldet, wollte jedoch immer weiter bauen. Daraufhin wurde er von der Regierung entmündigt und starb am 13.06.1886 unter ungeklärten Umständen im Starnberger See.


Sieben Wochen nach Ludwigs II. Tod, am 1. August 1886, wurde das Schloss, das ihm als Rückzugsort vor der Öffentlichkeit dienen sollte, für Besucher freigegeben.


Neuschwanstein inspirierte Künstler wie Andy Warhol und diente als Vorlage für Walt Disney bekanntes Dornröschenschloss und ist ein Magnet für Besucher aus aller Welt.

 

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Bild 1 und Bild 2: gemeinfrei

Bild 3: Anton Funzel/pixelio.de 

Startbild: Anton Scher/pixelio.de

Quelle: www.neuschwanstein.de 

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Schloss Neuschwanstein

Neuschwansteinstraße 20
87645 Schwangau

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