Bayern-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Bayern-Lese
Unser Leseangebot

Rüdiger Fikentscher

Deutschland und anderswo
Reiseerlebnisse im 19. Jahrhundert

»Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen«, dichtete einst Matthias Claudius. Wie recht er damit hatte, zeigt sich in den im Buch versammelten Originalberichten aus Tagebüchern und Briefen von Mitgliedern einer besonders reisefreudigen Familie über fünf Generationen. Sie reisten geschäftlich, wegen der Wissenschaft, um Bildung zu erwerben und persönliche Verbindungen zu stärken. Auf jeden Fall individuell, doch kaum, um sich zu erholen. Weder arm noch reich wanderten oder fuhren sie durch Deutschland, Österreich, Frankreich und England, kamen sogar nach Übersee.

Schloss Veitshöchheim

Schloss Veitshöchheim

Werner Rosenzweig

Schloss und Rokokogarten am Main

Knapp 300 Skulpturen, antike Gottheiten, Allegorien, Tierdarstellungen, Lauben, Wasserspiele Pavillons und Rondells verstecken sich zwischen Alleen und heckengesäumten Wegen im Rokokogarten von Veitshöchheim. Höhepunkt ist die Parnass-Skulpturengruppe aus Sandstein im Großen See der Anlage, welche 1766 von Ferdinand Tietz geschaffen wurde. Der griechischen Mythologie zufolge ist der Berg Parnass dem Gott Apollon geweiht und Sitz der Musen, deren Figuren das Kunstwerk zeigt. Gekrönt wird es von der Skulptur des Pegasus. Die Geschichte des Gartens begann im Jahr 1619, als die Würzburger Fürstbischöfe zwei kleine Adelssitze mit den dazugehörigen Ländereien in Veitshöchheim erwarben. Ursprünglich sollte das Areal als Fasanerie, Tiergarten und zur Jagd genutzt werden. In den Jahren 1702/03 wurde daraus ein barocker Ziergarten, der später in einen Rokokogarten umgestaltet wurde. In den Jahren 1680 bis 1682 entstand ein kleines Schlösschen, welches zunächst als Jagdhaus, später als Sommerresidenz genutzt wurde. 1749 bis 1753 wurde es von Balthasar Neumann erweitert und erhielt sein heutiges Aussehen. Von 1806 bis 1814 übernahm der Großherzog Ferdinand III. von Toskana, damaliger Kurfürst und Großherzog von Würzburg das Schloss und nutzte es als seinen Sommersitz. Nach der Säkularisation ging das Eigentum im Jahr 1814 auf die bayerische Krone über.

Weitere Informationen:

Adresse:

Echterstraße 10

97209 Veitshöchheim

Tel.: 0931 91582

Internetauftritt: https://www.schloesser.bayern.de/deutsch/schloss/o



*****

Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Burg Hohenstein
von Werner Rosenzweig
MEHR
Altenburg
von Werner Schwanfelder
MEHR
Neue Residenz Bamberg
von Werner Schwanfelder
MEHR
Burg Gügel
von Werner Schwanfelder
MEHR
Burg Gößweinstein
von Werner Rosenzweig
MEHR

Schloss Veitshöchheim

Echterstraße 10
97209 Veitshöchheim

Detailansicht / Route planen

Werbung:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen