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U. S. Levin

Frauen sind die besseren Männer
Satiren aus dem Eheleben
Mit Zeichnungen von Peter Dunsch

Erschienen: Februar 2020

Best-of-Satiren vom Publikumsliebling U. S. Levin

Endlich gibt es nun das sehnsüchtig erwartete Best-of der Satiren aus den ersten und längst vergriffenen Büchern von U.S. Levin. Darin begegnen dem Leser die lieb gewonnenen Protagonisten – der Ich-Erzähler selbst, seine Frau und wie stets das nachbarliche Ehepaar Stürzler – in Situationen und Szenen, die das Eheleben schreibt, vom Autor herrlich überspitzt, urkomisch, wie nur er es bewerkstelligen kann. So geht es etwa um die Angst des Mannes um sein bestes Stück – sein Auto, und darum, ob die Ehefrau ans Steuer darf. Das alleine kann schon Albträume hervorrufen. Und wenn die neue junge Nachbarin im Fahrstuhl auftaucht, dann ist der Ehefrieden dahin. Doch zum Glück kommt ja jedes Jahr der Hochzeitstag, an dem Mann alles wiedergutmachen kann …
Nicht fehlen dürfen natürlich die schwarzhumorigen Karikaturen von Peter Dunsch, ohne die seine Bücher nur halb so schön wären, wie die Frau von U.S. Levin zu urteilen weiß.

Alte Hofhaltung

Alte Hofhaltung

Werner Schwanfelder

Mord in der Alten Hofhaltung

Man schreibt das Jahr 1208. In der Alten Hofhaltung residiert Bischof Ekbert. Eine große Hochzeit steht an. Der Bruder des Bischofs, Herzog Otto von Meranien, heiratet Beatrix von Burgund, die Nichte von König Philipp von Schwaben. Geplant als rauschendes Fest, mutierte es zur Tragödie. Ein Mord geschah. Otto VIII. von Wittelsbach suchte den König unangemeldet in seiner Mittagspause auf, zog sein Schwert und verletzte Philipp tödlich an der Halsschlagader. Motiv: ein geplatztes Eheversprechen. 1203 hatte König Philipp seine Tochter Kunigunde mit jenem Otto von Wittelsbach verlobt. Er hielt sich aber nicht an das Verlobungsversprechen, sondern verheiratete seine Tochter 1207 mit Wenzel I., dem späteren Erben des böhmischen Reiches. Das Ehepaar selbst blieb bei allem Taktieren ohne Mitspracherecht: Die beiden waren gerade fünf und zwei Jahre alt. Mord aufgrund verletzter Ehre war auch keine Lösung. Otto floh, wurde 1209 gestellt und getötet.

Noch ein Verlierer: Selbst Bischof Ekbert geriet in Verdacht. Er flüchtete zu seinem Schwager, dem König von Ungarn, und hielt sich dort auf, bis er 1211 rehabilitiert wurde. Bischof Ekbert söhnte sich später mit den Staufern aus. Der Kaiser (Friedrich II.) machte ihm sogar ein großes Geldgeschenk, mit dem er den Domneubau finanzieren konnte, so wie wir ihn heute kennen.

Philipps Leiche setzte man zunächst im Bamberger Dom bei, ganz in der Nähe des Pfeilers, auf dem einmal der Reiter wachen würde.

Weitere Informationen:

Alte Hofhaltung

Domplatz 8

96049 Bamberg

Tel.: 0951 / 871142

www.schloesser.bayern.de

*****

Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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