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Kurt Wünsch

Wie ich Mitglied des Vereins zur Förderung der Vernunft wurde
Erzählungen

Geschichten und Bilder – natürlich hat Kurt Wünsch nicht selbst zum Pinsel gegriffen, sondern zwanzig hallesche Maler gebeten, eine Geschichte von ihm zu illustrieren. So entstand ganz nebenbei ein, natürlich vollkommen unvollständiges, Lexikon der halleschen bildenden Künstler. Von Wünschs erster Geschichte, 1958 in der Zeitung »Der Neue Weg« gedruckt, bis zu den Texten der unmittelbaren Gegenwart sammelt dieses Buch amüsante, skurrile und manchmal auch ein wenig surreale Geschichten, die sich genauso, also jedenfalls würde das ihr Verfasser stets behaupten, zugetragen haben.

Kloster- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz Donauwörth

Kloster- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz Donauwörth

Werner Rosenzweig

Kreuzreliquie aus Konstantinopel

Am oberen Ende der Reichsstraße liegt die barocke Kloster- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. Einst als Benediktinerkloster gegründet, erhielt das Kloster im Jahr 1030 als Gründungsgabe einen Teil vom Kreuz Christi, welchen Mangold I. von Werd aus Konstantinopel mitbrachte. Da die Anlage im Dreißigjährigen Krieg starke Schäden erlitt, wurde die Kirche ab 1717 im spätbarocken Stil neu errichtet. In diesem Zusammenhang ist auch die Geschichte der „Röls-Buben“ interessant. Am 7. Juli 1717 wurde in Anwesenheit von Reichsprälat Rogerius Röls, Abt des Zisterzienserklosters Kaisheim, seiner Brüder Amandus, Abt des Benediktinerklosters Heilig Kreuz und Johann Georg, Bürgermeister in Donauwörth, der Grundstein für den neuen Kirchenbau gelegt. Als der junge Amandus im Alter von 28 Jahren zum Abt des Klosters Heilig Kreuz gewählt wurde, befand sich das Kloster in einem desolaten Zustand. Doch der junge, tatkräftige Abt zeigte Ausdauer. Schon drei Jahre später waren die Außenarbeiten abgeschlossen, sodass mit den Innenarbeiten begonnen werden konnte. Man sagte ihm nach, dass er sein Wappen mit Bedacht gewählt hatte. Es zeigt auf der linken Seite drei Pappeln als Sinnbild der Beharrlichkeit und auf der rechten Hälfte einen Kranich auf einem Bein stehend, einen Stein in der freien Kralle haltend, als Zeichen der Wachsamkeit.

Weitere Informationen:

Kloster- und Wallfahrtskirche Heilig

Kreuz Donauwörth

Heilig-Kreuz-Straße 19

86609 Donauwörth

https://www.donauwoerth.de/

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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86609 Donauwörth

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