Bayern-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Bayern-Lese

Sabine Gruber und Ralph Zade
Wiesbaden
Die 99 besonderen Seiten der Stadt
Reiseführer

Hier gibt es gleich zwei Schlösser, eines in der Innenstadt, eines in Biebrich, große und kleine Museen zu Kunst, Geschichte und vielem mehr, eine Spielbank, in der schon Dostojewski sein Geld verlor, eine Villa, in der Brahms eine Symphonie komponierte, eine Kirche, in der Martin Niemöller predigte, und ein Bahnhofsgleis, das für Kaiser Wilhelm II. reserviert war. Landeshauptstadt von Hessen, Hauptstadt des ehemaligen Herzogtums Nassau, Weltkurstadt, Stadt des Historismus, Stadt des Films und Stadt des Kirchenbaus, stets weltoffen – das alles ist Wiesbaden.

Unser Leseangebot
Münster St. Georg, Dinkelsbühl

Münster St. Georg, Dinkelsbühl

Werner Rosenzweig

Eine der schönsten Hallenkirchen

Als eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen mit romanischem Turmportal bezeichnen Experten das Münster St. Georg in Dinkelsbühl, das zwischen den Jahren 1448 und 1499 entstand. Der 65 Meter hohe Turm, von einer Vorgängerkirche aus den Anfängen des 13. Jahrhunderts übernommen, trägt sechs Glocken. Die Älteste stammt aus dem Jahr 1373, die Jüngste von 1786. Mehr als 200 Stufen muss man nehmen, wenn man die Aussichtsplattform erreichen will. Das Innere der dreischiffigen Kirche ist auffällig lichtdurchflutet, und der verwendete Sandstein verleiht den Innenwänden einen freundlichen Farbton. Das Kreuzrippengewölbe wird von elf Pfeilerpaaren getragen. Neben dem Hochaltar (um 1490), der eine fi gurenreiche Kreuzigungsszene zeigt, gibt es noch weitere fünf Seitenaltäre, Diese sind der Sebastiansaltar (1520), der Dreifaltigkeitsaltar (1500) im südlichen Seitenschiff, der Kreuzaltar (1470), der neugotische Josefsaltar im nördlichen Langhaus und der gotische Ziborienaltar (1490) hinter dem Hauptaltar im Chorumgang. Für eine kleine Stadt wie Dinkelsbühl erscheint das Gotteshaus riesig. Das Kirchenschiff misst 77 Meter in der Länge, 23 Meter in der Breite und 21 Meter in der Höhe. Dass schon im Spätmittelalter „Sponsoring“ nicht unbekannt war, zeigt das Brezelfenster, welches von der Bäckerzunft gestiftet wurde. Die Brezen stehen für Bürgersinn und Bürgerstolz.

Weitere Informationen:

Münster St. Georg, Dinkelsbühl

Altrathauspl. 2

91550 Dinkelsbühl

https://st-georg-dinkelsbuehl.de/

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Wallfahrtskirche Käppele
von Werner Rosenzweig
MEHR
Frauenkirche Nürnberg
von Werner Rosenzweig
MEHR
Chammünster
von Mia Brettschneider
MEHR

Münster St. Georg, Dinkelsbühl

Altrathausplatz 2
91550 Dinkelsbühl

Detailansicht / Route planen

Werbung:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen