Bayern-Lese

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Bayern-Lese

Cornelia Nowak, Carla Fandrey und Kai Uwe Schierz (Hg.)

Aufmunterung zur Kunst
Bartholomäus Bellermann und Heinrich Dornheim
Kunst in Erfurt um 1800
Ausstellungskatalog
Der Band beleuchtet ein interessantes Kapitel der Erfurter Kunstgeschichte. Mit der Publikation der Werkbestände der beiden Erfurter Maler und Zeichner Nikolaus Christian Heinrich Dornheim (1772–1830) und Johann Bartholomäus Bellermann (1756–1833) entsteht ein Bild der Kunst in Erfurt an der Schwelle zum 19. Jahrhundert, als vor allem die Beobachtung und Erkundung der Natur mit all ihren Erscheinungen, Farben und Phänomenen im Vordergrund stand. Etwa 700 Handzeichnungen und Malereien auf Papier sowie mehrere Gemälde wurden dafür erforscht und neu bewertet.

Unser Leseangebot
Spätgotische Hallenkirche St. Georg

Spätgotische Hallenkirche St. Georg

Werner Rosenzweig

Die Kirche mit dem „Daniel“

Inmitten der stadtmauerumringten Altstadt steht die Kirche St. Georg. Ihr mächtiger, 90 Meter hoher Turm ist von überall aus zu sehen. 1454 wurde mit seinem Bau begonnen. Es dauerte ein halbes Jahrhundert, bis er mit einem Notdach versehen wurde. 1537 zerstörte ein Blitzschlag das Dach. Bald darauf wurde der Glockenturm mit Türmerstube, Bett, Ofen, Toilette und Kochecke vollendet. Man nannte den Turm simpler Weise „Stain“. Dann wurde er auf „Wendelstein“ umgetauft. Ein Bibelzitat brachte ihm schließlich seine heutige Bezeichnung „Daniel“. Dort heißt es: „Und der König erhöhte Daniel und gab ihm große und viele Geschenke und machte ihn zum Fürsten über die ganze Landschaft …“ Der Turm war für Nördlingen von hoher Bedeutung. Ständig war er von zwei Wächtern besetzt. Um sicher zu gehen, dass sie auch nachts ihre Posten bezogen hatten, mussten sie „So, G’sell, so“ rufen. Bis heute schallt dieser Ruf zwischen 22 und 24 Uhr alle halbe Stunde vom Turm. Seit 2010 hat Daniel einen ständigen Wächter. Eines Tages war eine Katze da, die bald den Spitznamen „Wendelstein“ abbekam. Da sie die schmutzenden Tauben auf dem Turm vertreibt, und die Stadt ihr das Futter spendiert, ist sie geblieben. So begrüßt sie die Besucher des Turms mit freudigem Schnurren, fühlt sich in der Turmstube offensichtlich recht wohl und sieht sich Nördlingen von oben an.

Weitere Informationen:

Spätgotische Hallenkirche St. Georg

Marktplatz 10

86720 Nördlingen

www.noerdlingen.de

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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