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Hans-Henning Paetzke
Heimatwirr
Roman

Von Angepassten und Unangepassten

Ein Mann verlässt Familie und Geliebte, um sich in West-Deutschland als literarischer Übersetzer zu etablieren. Schließlich holt er seine Frau Gizella und seinen Sohn Bence nach, der als Neunjähriger bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Plötzlich taucht Rosa, die Tochter seiner Geliebten, auf, die aus einem Ostberliner Kinderheim kommt und auf der Suche nach ihrem Vater ist. Sie beginnt Bences Platz einzunehmen und entwickelt sich zum Störfaktor …
In seinem neuen Roman lässt Hans-Henning Paetzke das autobiografische Moment in den Vordergrund treten, das sich mit dem Leben der anderen verbindet – von kommunistischen Tätern und Opfern aus Ungarn und der untergegangenen DDR, von Spitzeln und Bespitzelten, von Angepassten und Unangepassten.

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Werner Rosenzweig

„Little-Berlin“

Über 37 Jahre zog sich eine Grenze mitten durch das kleine Dorf, immer den Tannbach entlang. Das Dorf am Ende der Welt wurde wie die damalige Hauptstadt Berlin zum Symbol der deutschen Teilung, wobei die Ursachen dafür schon lange zurücklagen. 1810 wurde entlang des Tannbachs schon einmal eine Grenze gezogen. Westlich lag das Königreich Bayern, östlich das Fürstentum Reuß. Der Tannbach blieb auch die Demarkationslinie, als nach dem Zweiten Weltkrieg die Besatzungsmächte Deutschland unter sich aufteilten. Hier war Sperrgebiet auf der einen und Besucherandrang auf der anderen Seite. Sehr schnell hatte die DDR nach der Teilung Deutschlands entlang der Demarkationslinie einen zehn Meter breiten Kontrollstreifen angelegt. Ihn zu betreten bedeutete Schusswaffengebrauch. Bald wurden auch Grenzsperranlagen errichtet, die im Laufe der Jahre perfektioniert wurden. Höhepunkt war eine 700 Meter lange und 3,30 Meter hohe Betonsperrmauer, die 1966 errichtet wurde. Dies war der Zeitpunkt, ab dem die Amerikaner Mödlareuth „Little Berlin“ nannten. Erst am neunten Dezember 1989 wurde der Grenzübergang im Dorf wiedereröffnet. Heute erinnert das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth an die damalige Zeit. Ziel ist die Darstellung der Geschichte der deutschen Teilung in ihrer Gesamtheit.

Weitere Informationen:

Adresse:

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Mödlareuth 13

95183 Töpen

Internetauftritt:

https://www.landkreis-hof.de/

http://www.museum-moedlareuth.de/


Öffnungszeiten:

Mo 9:00 - 16:00 Uhr
Di - So 9:00 - 18:00 Uhr

*****

Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

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Mödlareuth 13
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