Bayern-Lese

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Bayern-Lese

Siegfried Wittenburg
Leben in der Utopie
Fotografien 1980–1996
Mit einer Einführung von Valeria Liebermann
Bild-Text-Band

Siegfried Wittenburg ist heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt. Stets schafft er es dabei, mit poetischen Fotos und unterhaltsamen Berichten sein Publikum zu fesseln. Er zeigt seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, beteiligt sich an Fotoproduktionen und Buchpublikationen.
Begonnen zu fotografieren hat Wittenburg in der DDR der späten siebziger Jahre. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensierung von Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.
Der Bild-Text-Band versammelt seine besten Geschichten auf einestages.spiegel.de und präsentiert zugleich das fotografische Œuvre Wittenburgs. So gelingt nicht nur ein spannender bis amüsanter Blick auf die DDR der kleinen Leute, sondern auch auf die Zeit der friedlichen Revolution und der unmittelbaren Nachwendezeit.

Unser Leseangebot
Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Werner Rosenzweig

„Little-Berlin“

Über 37 Jahre zog sich eine Grenze mitten durch das kleine Dorf, immer den Tannbach entlang. Das Dorf am Ende der Welt wurde wie die damalige Hauptstadt Berlin zum Symbol der deutschen Teilung, wobei die Ursachen dafür schon lange zurücklagen. 1810 wurde entlang des Tannbachs schon einmal eine Grenze gezogen. Westlich lag das Königreich Bayern, östlich das Fürstentum Reuß. Der Tannbach blieb auch die Demarkationslinie, als nach dem Zweiten Weltkrieg die Besatzungsmächte Deutschland unter sich aufteilten. Hier war Sperrgebiet auf der einen und Besucherandrang auf der anderen Seite. Sehr schnell hatte die DDR nach der Teilung Deutschlands entlang der Demarkationslinie einen zehn Meter breiten Kontrollstreifen angelegt. Ihn zu betreten bedeutete Schusswaffengebrauch. Bald wurden auch Grenzsperranlagen errichtet, die im Laufe der Jahre perfektioniert wurden. Höhepunkt war eine 700 Meter lange und 3,30 Meter hohe Betonsperrmauer, die 1966 errichtet wurde. Dies war der Zeitpunkt, ab dem die Amerikaner Mödlareuth „Little Berlin“ nannten. Erst am neunten Dezember 1989 wurde der Grenzübergang im Dorf wiedereröffnet. Heute erinnert das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth an die damalige Zeit. Ziel ist die Darstellung der Geschichte der deutschen Teilung in ihrer Gesamtheit.

Weitere Informationen:

Adresse:

Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth

Mödlareuth 13

95183 Töpen

Internetauftritt:

https://www.landkreis-hof.de/

http://www.museum-moedlareuth.de/


Öffnungszeiten:

Mo 9:00 - 16:00 Uhr
Di - So 9:00 - 18:00 Uhr

*****

Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

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Mödlareuth 13
95183 Töpen

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