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Unser Leseangebot

Wolfgang Hirschmann/Adrian La Salvia (Hg.)
Musik im Dessau-Wörlitzer Gartenreich
Sachbuch

Der Klang des Gartenreichs

Die wissenschaftliche Erschließung des Dessau-Wörlitzer-Kulturkreises war lange auf die heute noch zu besichtigenden Zeugnisse der Architektur und Gartenkunst konzentriert. Das 250-jährige Bestehen der Dessauer Hofkapelle/Anhaltischen Philharmonie 2016 bot den Anlass, sich dem immateriellen musikalischen Kulturerbe des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs im Rahmen der Jahrestagung der Dessau-Wörlitz-Kommission zu nähern.
Die Beiträge des Bandes versammeln die Ergebnisse der Tagung und zeigen, dass die Kenntnis der Dessau-Wörlitzer Musiklandschaft des 18. Jahrhunderts einen substanziellen Beitrag zur Erforschung der europäischen Aufklärung und Empfindsamkeit zu leisten vermag. Die opulente Ausstattung des Bandes mit vielen Abbildungen soll dabei helfen, ein lebendiges Bild der reichen Musik- und Theaterkultur der Epoche zu entwerfen.

Mühlenviertel in Bamberg

Mühlenviertel in Bamberg

Werner Schwanfelder

Von Mühlenarbeit zu Restaurantgenuss

Mühlenviertel waren einst Zentren anstrengender Arbeit, heute ist das Bamberger Mühlviertel schön saniert mit einem Flair von dolce vita. Die Regnitz fließt in zwei Armen durch die Stadt – was lag einstmals näher, als unmittelbar in der Stadt auch die Mühlen aufzubauen. Also nahe am Verbraucher. Geografisch wurden die Mühlen durch die Bischofsmühlbrücke voneinander getrennt. Wirtschaftlich gliederten sie sich in Verbände: die oberen Mühlen im Steinmühlenverband, die unteren Mühlen im Brudermühlenverband. Da gab es manchmal Konkurrenzkämpfe. Viele Mühlgebäude gibt es heute noch, kaum eine mehr aktiv. Viele gekennzeichnet von einer schwierigen Geschichte: bei Bränden zerstört oder von Fluten heimgesucht. Und immer wieder aufgebaut, weil mit ihnen natürlich auch das wirtschaftliche Überleben des Eigentümers, des Müllers verbunden war. Zwei Mühlen standen sogar in der Flussmitte und waren durch einen Steg miteinander verbunden. Sie waren Schneid-, Öl-, Schleif-, Hammer- und Walkmühlen. Laut und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, daher auch mit einem Zaun abgetrennt.

Was ist heute übrig geblieben? Zum einen sehr viele Namen, insbesondere Straßennamen, die an die Mühlen erinnern. Pittoreske Ansichten. Den besten Eindruck vom Viertel bekommt man von den Brücken aus, also von der Oberen Mühlbrücke und von der Bischofsmühlbrücke. Dann stellt man fest, dass die Mühlen heute Orte des Genusses sind, Hotels und Restaurants und Cafés: Die Besucher sitzen und flanieren, wo früher hart gearbeitet wurde.

Weitere Informationen:

Eckerts Wirtshaus

Obere Mühlbrücke 9

96049 Bamberg

Tel.: 0995 / 19842500

*****

Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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