Bayern-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Bayern-Lese
Unser Leseangebot

Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meister und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Dort auf gen Leidle

Dort auf gen Leidle

Die Hauptfigur in diesem kurzen traditionellen bayrischen Volkslied ist wohl eine Frau. Dies wird noch nicht in der ersten Strophe bewusst, wohl aber spätestens in der zweiten, in welcher der Damenwelt wärmstens empfohlen wird, ihren Bräutigam, sofern einer vorhanden ist, festzuhalten, also nicht wieder aufzugeben. Sowohl Text als auch Melodie sind sehr volksnah gestaltet, also einprägsam, leicht zu singen und im altfränkischen Dialekt. Erstmalig erschien das Stück im „Deutschen Liederhort“ 1856.

Carolin Eberhardt

Melodie anhören:

1. Strophe

Dort auf gen Leidle

steht a Bam grüan:

sitzt a schüan Vüagla druf,

sitzt a schüan Vüagla druf,

siangt, siangt, siangt a so schüan.


2. Strophe

Dran auf gen Biarnbam

hat er sei Neast:

wer an schüan Bräutgam hat,

halt, halt, halt en fein feast.

Notendownload: hier

*****
Vorschaubild: vectors/vogel-branch-blume-ohne-hintergrund-2934141, 2017, Urheber: 13smok via Pixabay CCO.

Notensatz: Carolin Eberhardt.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Bayernhymne
von Michael Öchsner
MEHR
Wohlauf, die Luft geht frisch und rein
von Joseph Victor von Scheffel
MEHR
Werbung:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen