Bayern-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Bayern-Lese
Unser Leseangebot

+++NEU+++

Quatsch Didel Datsch

Kinderreime

von Norbert Neugebauer (Autor), Werner Kiepfer (Autor), Petra Lefin (Illustrator)

Kinder wollen unterhalten sein. Sie lieben Geschichten und Spaß, Rhythmus und Reim.
Das Spiel mit den Worten, die einen ähnlichen Klang aufweisen, fasziniert sie. Der Gleichklang und Rhythmus von Versen lassen sie die (Mutter-)Sprache spielerisch erfassen. Dadurch lassen sie sich schnell auswendig lernen, immer wieder nachsprechen und fördern so das Sprachvermögen. - Mit den liebevollen Zeichnungen von Petra Lefin bietet das Heft Unterhaltung für die ganze Familie.

Ein Winter war's und keiner

Ein Winter war's und keiner

Friedrich Rückert

Das 182. der insgesamt 428 Kindertotenlieder Friedrich Rückerts entstand aus der unmittelbaren Klage über die beiden kurz hinter einander verlorenen Kinder des Dichters. Zum Jahreswechsel 1833 starben an Scharlach die dreijährige Tochter Luise Rückert und im Januar darauf der fünfjährige Ernst. Das versetzte Friedrich Rückert in eine tiefe Traurigkeit, dass er all seine Arbeit niederlegte und mit dem Schreiben der Gedichte begann. Sie spiegeln die ganze Bandbreite eines trauernden Menschen, der auf der Suche ist nach dem Sinn dieses Todes seiner beiden „liebsten und schönsten Kinder". Trotz Schmerz um den Verlust der beiden, rücken am Ende des Textes Gefühle von Trost und Versöhnung mit dem Unabänderlichen in den Vordergrund, die durch den Fall der Flocken eine Entsprechung finden.
Der Komponist Gustav Mahler vertonte später eine Auswahl aus der Kindertotenlieder-Sammlung.
 
 
Ulrike Unger

     

Ein Winter war's und keiner,
Denn es hat nicht geschneit,
O Schnee, du glänzend reiner,
Machest die Winterzeit.

Und nun ist ohne Stocken
Das Schneegeweb im Gang,
Worauf, ihr lieben Flocken,
Habt ihr gewartet so lang?

Ihr wartetet, bis man getragen
Mein todtes Kind aus dem Haus;
Nun breitet ihr mit Behagen
Die Decke darüber aus.

        

     

Textquelle:
• Friedrich Rückert: Kindertodtenlieder aus seinem Nachlasse. Frankfurt a.M. 1872. S. 182.


Hintergrundinfo:
• e.wikipedia.org/wiki/Kindertodtenlieder
• http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Befreiung-von-der-Last-des-Lebens;art742,6429543

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Werbung:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen