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Quatsch Didel Datsch

Kinderreime

von Norbert Neugebauer (Autor), Werner Kiepfer (Autor), Petra Lefin (Illustrator)

Kinder wollen unterhalten sein. Sie lieben Geschichten und Spaß, Rhythmus und Reim.
Das Spiel mit den Worten, die einen ähnlichen Klang aufweisen, fasziniert sie. Der Gleichklang und Rhythmus von Versen lassen sie die (Mutter-)Sprache spielerisch erfassen. Dadurch lassen sie sich schnell auswendig lernen, immer wieder nachsprechen und fördern so das Sprachvermögen. - Mit den liebevollen Zeichnungen von Petra Lefin bietet das Heft Unterhaltung für die ganze Familie.

Der große Schimmel zu Lauingen

Der große Schimmel zu Lauingen

Carolin Eberhardt

Viele Sagen beschäftigen sich mit übernatürlichen Geschehnissen, unerklärlichen Phänomenen, manche aber haben auch überdurchschnittlich starke oder unnatürlich geartete Kreaturen der Erde als Inhalt. Ob es den weißen Schimmel zu Lauingen tatsächlich einst gegeben hat? Abwegig ist dies nicht unbedingt, bringt doch die Natur zuweilen von der Norm abweichende Exemplare einer jeden Gattung hervor. Ein Glück, dass das Tier in dieser Sage ein freundlich gesinntes Gemüt aufwies.

Carolin Eberhardt

Die Lauinger Sage berichtet von einem großen weißen Pferd, welches im Jahr 1260 zur Zeit des Alberti Magni in diesem Ort geboren wurde. Das Besondere an diesem Tier war wohl seine enorme Größe und Stärke, ebenso seine Länge, wodurch es überdurchschnittlich schnell laufen und unverhältnismäßig hoch springen konnte. Die Legende spricht davon, dass ein Mann, welcher das Tier reiten wollte, sich einer Leiter bedienen musste, um auf dessen Rücken aufsteigen zu können. Doch war diese Hürde erst einmal genommen, so war der Schimmel so folgsam und treu, dass er den Worten und Gesten seines Reiters stets ohne Widerwillen folgte. Zum Andenken an dieses Prachttier befand sich in Höhe des dritten Stockwerks des einstig als Hofturm bezeichneten heutigen Schimmelturms eine Inschrift mit der Jahreszahl 1260:

„Im Jahre 1260 zur Zeit Alberti Magni war in Lauingen ein weißes Pferd geboren, so von Leib sehr groß und hoch, auch fünfzehn Schuech lang worden, und seines schnellen Lauffes und hohen Springens halber sehr wundersamb gewesen.“

Der 54 Meter hohe Schimmelturm wurde im Jahr 1457 erstmalig mit seiner Grundsteinlegung erwähnt. Neben der Sage des großen Schimmels finden sich noch weitere in Fresken verewigte Sagen der Stadt Lauingen wieder.

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Textquelle:
In Anlehnung an: Schöppner, Alexander (Hrsg.): Sagenbuch der Bayrischen Lande: aus dem Munde des Volkes, der Chronik und der Dichter, Band 3, München: Verlag der Ratth. Rieger'schen Buchhandlung, 1853; Quelle der Sage: mündlich überliefert.

Bildquelle:

Vorschaubild: Fritz von Uhde - Ein Schimmel, 1880 via Wikimedia Commons Gemeinfrei.

Lauingen Schimmelturm, 2009, Urheber: Dr. Eugen Lehle via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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