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Eberhard Brecht

Zerstörte Lebenswelten
Juden in Quedlinburg 1933–1945

Eberhard Brecht schildert das Leben und Leiden von Juden in der Kleinstadt Quedlinburg vor und während der NS-Diktatur. Glaube und Rituale wurden gelebt, ohne dass sich die Juden der Stadt in einer Parallelgesellschaft bewegten. Im Gegenteil: Gläubige wie zum Protestantismus konvertierte Juden trugen maßgeblich zum gesellschaftlichen Leben der Stadt bei. Diese Integration löste sich nach 1933 mit der antisemitischen Propaganda, den Nürnberger Gesetzen und anderen Einschränkungen von persönlicher Freiheit sowie den Ausschreitungen gegen Juden und ihre Geschäfte, insbesondere in der Pogromnacht 1938, auf.

Friedberg

Friedberg

Werner Rosenzweig

Aus der Zeit der Renaissance

Viele Augsburger fahren während der Sommerwochenenden zum „Friedberger Baggersee“ mit seinen Liegewiesen, Wasserskilift, seiner Tauchbasis, oder des Angelns wegen. Dabei ist die im Jahr 1264 gegründete altbairische Herzogstadt auch ein romantisch schönes Städtchen und schon deswegen einen Besuch wert. Davon zeugt vor allem das zweigeschossige historische Rathaus aus der Zeit der Renaissance, mit seinen Giebelvoluten und dem profi lierten Erker. Einst diente es als Getreidelager, Verkaufsstelle der Bäcker, Polizei-Gewahrsamsstelle und Zollladen zur Erhebung des Stadtzolls. Der Rathaussaal im Obergeschoss, mit seiner sehenswerten Kassettendecke, wurde früher als Registratur genutzt. Erst 1892 wurde er wegen vorheriger Geldknappheit von einem Münchner Historienmaler künstlerisch ausgestaltet und ist heute Veranstaltungsort und Sitzungssaal des Friedberger Stadtrats. Vor dem Rathaus steht der Marienbrunnen. Als 1599 die Pest in Friedberg wütete, gelobten die Bürger, zur Erlösung von der Seuche eine Mariensäule zu errichten. 1788 arrangierten sie um die drei Meter hohe Pestsäule den Marienbrunnen. Im Jahr 1890 rissen sie ihn mitsamt der Mariensäule wieder ab und erbauten Brunnen und Säule in barocker Form neu. Die beiden fl ankierenden Figuren, die Apostel Petrus und Jakobus, kamen erst im Jahr 1905 hinzu.

Weitere Informationen:

Rathaus Friedberg

Marienplatz 5

86316 Friedberg

www.friedberg.de

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Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd

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