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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

Wilhelm Conrad Röntgen

Wilhelm Conrad Röntgen

Florian Russi

In Würzburg wurde Medizingeschichte geschrieben

 
Erste Röntgenaufnahme aufgenommen am 23. Januar 1896
Erste Röntgenaufnahme aufgenommen am 23. Januar 1896

„Röntgen" ist weltweit eines der wichtigsten medizinischen Diagnosemittel geworden. Es hat seinen Namen nach seinem Entdecker. Wilhelm Conrad Röntgen, geboren am 27. März 1845 in Remscheid und gestorben am 10. Februar 1923 in München, war Professor am Physikalischen Institut der Universität Würzburg. Hier entdeckte er 1895 die nach ihm benannten Strahlen, die später auch bei der Entdeckung und Erforschung der Radioaktivität eine wichtige Rolle spielten. Für diese Leistung wurde Röntgen im Jahr 1901 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Es war die erste Verleihung des Physik-Nobelpreises überhaupt. 

Mit Hilfe der von Röntgen entdeckten Strahlen gelang es erstmals, ins Innere eines menschlichen Körpers zu schauen und nicht nur Knochenbrüche, sondern auch Anomalien, Fremdkörper und Krankheitsherde zu erkennen. Vor fast jeder medizinischen Operation am Menschen steht heute das Röntgenbild. Der Röntgenologe ist einer der wichtigsten Fachärzte und Spezialisten geworden und der Beruf der/des Röntgenassistentin/en erfordert eine 3-jährige Fachausbildung. Aber nicht nur der menschliche Körper, auch geschlossene Behälter, Gesteine und Mineralien, Gemälde u. a. werden heute mit Röntgenstrahlen untersucht.

Laboratorium von Wilhelm Conrad Röntgen
Laboratorium von Wilhelm Conrad Röntgen
Von Wilhelm Conrad Röntgen wird berichtet, dass er sehr uneitel, bescheiden und gerechtigkeitsliebend gewesen sei. Seine Entdeckung habe er für ein ganz normales Ereignis gehalten, das allein seinen Mitmenschen zugutekommen sollte. Das Nobelpreisgeld stiftete er der Würzburger Uni und er lehnte es ab, seine Erfindung patentieren zu lassen, damit sie ohne Zeitverlust für jedermann zum Einsatz kommen konnte. Röntgen war sehr introvertiert und arbeitete in seinem Fach außergewöhnlich zielgerichtet sowie mit höchster Konzentration und wissenschaftlicher Exaktheit. Er veröffentlichte insgesamt 60 fachliche Arbeiten. In seinem Testament verfügte er, dass seine gesamten wissenschaftlichen Aufzeichnungen vernichtet werden sollten, was dann auch geschah.

Im Jahr 1900 wurde Röntgen als Professor an die Universität München berufen, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1920 tätig war. Er starb am 10. Februar 1923 im Alter von 77 Jahren in München. Sein Vermögen vererbte er an wohltätige Einrichtungen. Begraben wurde er auf dem Alten Friedhof in Gießen im Familiengrab seiner Eltern.

  

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Teaserfoto: wikipedia, Wilhelm Conrad Röntgen - gemeinfrei

Erste Röntgenaufnahme: Albert von Koellikers Hand, aufgenommen von Conrad Röntgen am 23. Januar 1896, Gemeinfrei

Laboratorium von Wilhelm Conrad Röntgen, Gemeinfrei

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