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Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Basilika Gößweinstein

Basilika Gößweinstein

Werner Rosenzweig

Von Wallfahrern und Heiligen

Der Markt Gößweinstein zählt zu einer der reizvollsten Gegenden Deutschlands. Schroffe Dolomitfelsen, romantische Täler, ausgedehnte Wanderwege beherrschen das Szenario. Auf jeden Fall ist der Ort das religiöse Zentrum der Fränkischen Schweiz. Das monumentale Gotteshaus der Pfarrund Wallfahrtskirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit ist das Wahrzeichen des Ortes. Tausende von Wallfahrern kommen jährlich. Doch die von 1730 bis 1739 errichtete Kirche lockt auch Touristen und Kunstfreunde an, zählt sie doch zu den bedeutendsten spätbarocken Sakralbauten Frankens. Die Kirche ist ein Meisterwerk des bekannten Architekten Balthasar Neumann. Die Basilika ist ein Teil des umliegenden sogenannten „Heiligen Bezirks“, der im 17./18. Jahrhundert entstand. Rechts neben der Basilika steht das Pfarrhaus mit Pfarrgarten, welches einem Schloss nicht ungleich sieht. Weitere Höhepunkte, die hinter der barocken Kirche liegen, sind die Dreifaltigkeitskapelle, die Marienoder Lourdesgrotte und die Klosterkirche St. Maria aus dem 17. Jahrhundert.

Jenseits eines kleinen Sträßchens und hinter der Basilika dehnt sich das Franziskanerkloster mit Klostergarten (1723/24) aus. Es begrenzt den Heiligen Bezirk. Von hier aus kann man zum Kreuzberg aufsteigen, einem Aussichtspunkt auf steilem Fels. Hier oben steht das sogenannte Hochkreuz, Endpunkt des Kreuzwegs der Wallfahrer.

Weitere Informationen:

Adresse:

Balthasar-Neumann-Straße 2

91327 Gößweinstein

Tel.: 099242 264

Internetauftritt: https://pfarrgemeinde-goessweinstein.de/



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Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

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