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Kurt Wünsch

Wie ich Mitglied des Vereins zur Förderung der Vernunft wurde
Erzählungen

Geschichten und Bilder – natürlich hat Kurt Wünsch nicht selbst zum Pinsel gegriffen, sondern zwanzig hallesche Maler gebeten, eine Geschichte von ihm zu illustrieren. So entstand ganz nebenbei ein, natürlich vollkommen unvollständiges, Lexikon der halleschen bildenden Künstler. Von Wünschs erster Geschichte, 1958 in der Zeitung »Der Neue Weg« gedruckt, bis zu den Texten der unmittelbaren Gegenwart sammelt dieses Buch amüsante, skurrile und manchmal auch ein wenig surreale Geschichten, die sich genauso, also jedenfalls würde das ihr Verfasser stets behaupten, zugetragen haben.

Basilika Vierzehnheiligen

Basilika Vierzehnheiligen

Werner Rosenzweig

Kirche der vierzehn Nothelfer

Hermann Leicht war ein Schäfer des Klosters Langheim in der Nähe von Lichtenfels. Am 24. September 1445 weidete er seine Schafe auf einer Anhöhe oberhalb von Staffelstein, als er auf einem Acker ein weinendes Kind wahrnahm. Als er näher herantrat, war das Kind verschwunden. In einer zweiten Erscheinung sah er das Kind zu beiden Seiten mit einer Kerze. Ein Jahr später, im Juni, erschien ihm das Kind zum dritten Mal. Es hatte ein rotes Kreuz auf dem Herzen und war nicht allein. Vierzehn weitere Kinder waren mit ihm, alle in Rot und Weiß gekleidet. Dann sprach das Kind in deren Mitte ihn an: „Wir sind die vierzehn Nothelfer und wollen eine Kapelle haben, auch gnädiglich hier rasten.“ Dann verschwanden die Kinder in den Wolken. Als der Schäfer von dieser Erscheinung erzählte, errichtete man an dieser Stelle ein Kreuz. Kurz darauf geschah ein erstes Wunder, als eine todkranke Frau geheilt wurde. Heute steht an der Erscheinungsstätte die Basilika Vierzehnheiligen und wird jährlich von einer halben Million Touristen, Gläubigen und Wallfahrern besucht. Das heutige Gotteshaus mit seinen beiden hohen, schlanken Türmen wurde zwischen 1743 und 1772 nach den Plänen von Balthasar Neumann erbaut. Nicht der Hauptaltar, sondern der Rokoko-Gnadenaltar mit den vierzehn Nothelfern ist das Herzstück der Kirche. „Gottesgarten“ heißt die Gegend rund um Vierzehnheiligen.


Weitere Informationen:

Adresse:

Vierzehnheiligen 2

96231 Staffelstein

Tel.: 09571 95080

Internetauftritt:

https://www.vierzehnheiligen.de/


*****

Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

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Basilika Vierzehnheiligen

Vierzehnheiligen 2
96231 Bad Staffelstein

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