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Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Eremitage Bayreuth

Eremitage Bayreuth

Werner Rosenzweig

Kleinod des Rokoko

Sie gilt als eines der faszinierendsten Gartenareale Bayerns und Kleinod des Rokoko. Die Sprache ist von der bei Bayreuth gelegenen Eremitage. Mitte des 17. Jahrhunderts ließ Markgraf Christian Ernst einen Jagd- und Tiergarten anlegen. Ab 1736 begann Markgräfin Wilhelmine mit der Umgestaltung nach ihren eignen Vorstellungen. So sollte das Alte Schloss erweitert und das Neue Schloss mit Sonnentempel, Großem Bassin mit Figurengruppen und Wasserspielen errichtet werden. Es entstand, zusammen mit der Unteren Grotte, eine außergewöhnliche Komposition eigenständiger Gartenteile, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben. Zentrale Sehenswürdigkeit in der rund 50 Hektar großen Anlage ist zweifelsohne das ab 1750 entstandene Neue Schloss, bestehend aus dem Sonnentempel des Apoll und zwei angrenzenden Arkadengängen, welche als Orangerie dienten. Man muss die griechische Mythologie bemühen, um die Symbolik zu verstehen: Apoll als Gott der Sonne und der Musik reist mit seinem goldenen Wagen tagsüber über die Welt. Im Himmel bewohnt er einen Palast, bestehend aus Kristall. Auch die Fassaden des Sonnentempels in der Eremitage und seine Flügelbauten sind in rote, blaue und gelbe Glasflüsse getaucht, gespickt von erlesenen Bergkristallen, und verleihen den Gebäudeteilen einen edlen Glanz. Oben, auf der Kuppel des Sonnentempels thront er – Apoll auf seinem goldenen Wagen.

Weitere Informationen:

Adresse:

Barocker Schlossgarten

Eremitagestraße 1

95448 Bayreuth

Tel.: 0921 7596937

Internetauftritt: https://www.bayreuth-wilhelmine.de/


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Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

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