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Florian Russi

Im Zeichen der Trauer
Tröstungen für Hinterbliebene

Dieses Büchlein will denjenigen helfen, die durch den Verlust eines geliebten Menschen in Trauer, Schmerz und seelische Not geraten sind. 

Die Rauhnächte

Die Rauhnächte

Isabell Meseck

Zu bestimmten Zeiten, so sagen die alten Überlieferungen, können die Geister der Verstorbenen und Dämonen besonders gefährlich werden. Sie bringen Krankheit und Unglück über Mensch und Tier.

 

Die Rauhnächte waren früher die zwölf Nächte zwischen dem Thomastag (21. Dezember) und dem Dreikönigstag (6. Januar). Allerdings kann die Anzahl der Nächte je nach Region variieren. Während dieser zwölf Nächte sollen die Seelen der Verstorbenen und sogar der Teufel höchst persönlich widerkehren und als „Wilde Jagt" mit Hexen du Druden im Gefolge über das Land fegen.

Um sich vor den bösen Geistern zu schützen, wurden früher, und im alpenländischen Raum sogar heute noch, Wohnräume und Ställe an zwölf aufeinanderfolgenden Nächten geräuchert und die Spukgestalten mit viel Lärm ausgetrieben. Daher lässt sich auch der Name „Rauhnacht", also Rauchnacht oder Räuchernacht, ableiten.

 

Die Bräuche sind von Region zu Region unterschiedlich. Bei der Waldkirchner Rauhnacht z. B. trifft man sich in einem alten Brauereikeller, um dann mit viel Lärm zum Marktplatz zu ziehen. Dort wird dann eine Strohpuppe am Galgen verbrannt, die als Symbol für alle bösen Geister stehen soll. Anschließend zieht man von Haus zu Haus, um die „Rauhnachtsnudeln", eine traditionelle Süßspeise, zu erbitten.

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Text- und Bildquelle: Waldkirchen Tourismus