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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Audi

Audi

Florian Russi

Wirtschaftsmotor in Ingolstadt

Fast eineinhalb Millionen Personenkraftwagen stellte die Firma Audi AG im Jahr 2012 her und erzielte damit einen Jahresumsatz von 48,7 Milliarden Euro. Damit trug die Gesellschaft, die zum VW-Konzern gehört und ihren Hauptsitz in Ingolstadt hat, in beachtlichem Umfang zum wirtsschaftlichen Wiederaufschwung der Bundesrepublik Deutschland bei. Der Jahresgewinn betrug nach Abzug der Steuern über 4,5 Milliarden €, das heißt die Firma ist erfolgreich, finanziell gesund und kann in die Zukunft investieren. Allein im Stammwerk Ingolstadt, an dem über 550.000 PKWs hergestellt wurden, waren mehr als 35.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Automobilindustrie ist der bedeutendste Wirtschaftszweig in Deutschland und wird es noch lange bleiben können. Über 6 Milliarden Menschen leben zur Zeit auf der Welt und fast alle wollen mobil sein. Das Auto ist ein wichtiger Teil des Familienlebens und in den meisten Berufen nicht wegzudenken. Für viele ist es auch ein Prestigeobjekt. Auf lange Sicht werden in der ganzen Welt Autos nachgefragt werden. Deutschland ist in der glücklichen Situation, über drei große Konzerne mit beliebten Automarken zu verfügen.

Drei Autobauer haben ihren Stammsitz in Bayern und einer davon ist Audi. Er steht nicht alleine da, sondern ist zugleich Auftraggeber und Kunde für viele Zulieferunternehmen. Das ist einer der Gründe dafür, dass das frühere Agrarland Bayern zu einem führenden Technologiestandort wurde und die geringste Arbeitslosigkeit in Deutschland aufweist.

 

Die Firma Audi wurde 1910 von dem Autopionier August Horch (1868-1951) gegründet. Er baute seit 1900 eigene Autos und gründete 1904 die August Horch Motorwagen Werke AG in Zwickau. Nach Zerwürfnissen mit der Finanzverwaltung schied er dort aus und gründete 1909 eine neue Gesellschaft. Da der Name Horch von der alten AG beansprucht wurde, musste der Firmengründer nach einem neuen Namen suchen. Ein Schüler, Sohn einer befreundeten Familie, kam auf die Idee, das Wort "Horch" ins Lateinische zu übersetzen: "Audi".

Im Jahr 1932 schlossen sich 4 Autohersteller im Deutschen Reich zu einer "Autounion" zusammen. Zum Firmensymbol wurden vier zusammenhängende Ringe bestimmt. Sie standen für den Zusammenschluss von Audi, DKW, Horch und Wanderer. Audi allein hat überlebt. Seit 1966 gehört es zum Volkswagenkonzern, der auf dem Weg ist, der weltweit größte Autobauer zu werden.

Audi wirbt mit dem Slogan „Vorsprung durch Technik". Tatsächlich gilt die Firma seit vielen Jahren als Pionier für technische Neuentwicklungen, und dies nicht nur bei ihren Produkten, sondern auch bei deren Herstellung und Bauweise. Im Jahr 2013 präsentierte die Firma 12 verschiedene Wagentypen. Zu Audi gehören auch der italienische Sportwagenhersteller Lamborghini und der ebenfalls in Italien angesiedelte Motorradbauer Ducati.

 

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Fotos: Florian Russi

Audi


85057 Ingolstadt

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