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Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Schloss Hohenschwangau

Schloss Hohenschwangau

Werner Rosenzweig

Die „Kinderstube“ des Königs

Schräg gegenüber von Schloss Neuschwanstein liegt der „Sitz der Edlen von Schwangau“, wie Schloss Hohenschwangau auch bezeichnet wird. Es blickt auf eine lange und aufregende Vergangenheit zurück. Bereits im 12. Jahrhundert wird es als „Burg Schwanstein“ erstmals erwähnt. Bis in das 16. Jahrhundert hinein war es im Besitz der Ritter von Schwangau. Dann wechselten die Besitz-verhältnisse des Öfteren, und die Burg wurde infolge häufiger Herrschaftswechsel und diverser Kriegswirren nicht verschont. Im Jahr 1832 erwarb Kronprinz Maximilian, der spätere König Max II. von Bayern, die zur Ruine verkommene Anlage und ließ sie in fünf Jahren zum heutigen Schloss im neugotischen Stil umbauen und erweitern. Fortan diente das Schloss der königlichen Familie hauptsächlich als Sommer- und Jagdresidenz. Der spätere Märchenkönig, Ludwig II., Sohn von König Maximilian, verbrachte hier den Großteil seiner Kindheit. Die aus dem 19. Jahrhundert stammende Inneneinrichtung im Biedermeierstil, ist vollkommen erhalten und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Mehr als 90 Wandmalereien, hauptsächlich mit Themen aus der mittelalterlichen Sagenwelt, dominieren die Räume. Nach dem Tod seines Vaters übernahm König Ludwig II. das königliche Schloss und ließ es nach seinen Vorstellungen umdekorieren.

Weitere Informationen:

Schloss Hohenschwangau

Alpseestraße 12

87645 Schwangau

https://www.hohenschwangau.de/

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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Alpseestraße 30
87645 Schwangau

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