Bayern-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Bayern-Lese
Unser Leseangebot

Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Augustiner-Chorherrenstift, Rottenbuch

Augustiner-Chorherrenstift, Rottenbuch

Werner Rosenzweig

Nicht weit von „der Wies“ entfernt

Das Kloster Rottenbuch war früher da als die Klosterstiftskirche. 1073/74 stiftete es Herzog Welf IV. seiner zweiten Frau Judith. Die ehemalige Stifts- und heutige Pfarrkirche wurde erst ab 1085 erbaut. Der Aufbau der romanischen Kirche in Kreuzesform, mit dem danebenstehenden Glockenturm, zog sich bis 1125 hin. Zum Betrieb des Klosters wurden Augustiner-Chorherren bestimmt. Sie lebten in Armut und Demut und widmeten sich hauptsächlich der Seelsorge. Ihre damaligen Pröbste gewannen bald an erheblichem Einfluss und wurden zu den Stellvertretern des Bischofs erhoben. Schwere Rückschläge für den Fortbestand des Klosters bedeuteten die Brände von 1262/65 und 1322. Zu allem Unglück stürzte auch noch im Jahr 1417 der Kirchturm ein. Die jeweiligen Wiederaufbauten gestalteten sich schwierig und zogen sich lange hin. Weitere Erneuerungen erfolgten im 15. Jahrhundert. So wurde beispielsweise das Langschiff 1477 neu errichtet. Vollendet wurde die Ausstattung der Kirche in den letzten Jahren des 15. Jahrhunderts. Die nächste schlimme Zeit stand den Chorherren im Dreißigjährigen Krieg bevor, in welchem das Stift mehrere Male ausgeplündert wurde. Hungersnot und Pest machten das Unglück perfekt. Der Spanische und der Österreichische Erbfolgekrieg erforderten einen umfassenden Stiftsneubau.

Weitere Informationen:

Ehemaliges

Augustiner-Chorherrenstift,

Rottenbuch

Klosterhof 32

82401 Rottenbuch

http://www.pv-rottenbuch.de/

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Frauenkirche Nürnberg
von Werner Rosenzweig
MEHR
Basilika Gößweinstein
von Werner Rosenzweig
MEHR
Bamberger Dom
von Werner Schwanfelder
MEHR

Augustiner-Chorherrenstift, Rottenbuch

Klosterhof 32
82401 Rottenbuch

Detailansicht / Route planen

Werbung:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen