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Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Historischer Marktplatz Feuchtwangen

Historischer Marktplatz Feuchtwangen

Werner Rosenzweig

Der Festsaal Frankens

Als „Festsaal Frankens“ bezeichnete der Kunsthistoriker Georg Dehio den historischen Marktplatz in der Festspielstadt Feuchtwangen. Er ist Mittelpunkt des Stadtkerns. Mit dem ehemaligen Rathaus, den stattlichen Bürgerhäusern und den altertümlichen Fachwerkgebäuden hinterlässt er den Eindruck einer wunderbar anzusehenden, inszenierten Geschlossenheit. Schmuckstück des Platzes ist der still dahin plätschernde, 1727 erbaute barocke Röhrenbrunnen, auf dessen Brunnensäule sich die Göttin Minerva als Beschützerin des heimischen Gewerbes präsentiert. Die farbenprächtigen Wappen Brandenburgs und Württembergs sowie der Reichsadler und das Stadtwappen ergänzen das Ensemble. Genau wie Dinkelsbühl und Rothenburg ob der Tauber gehört auch Feuchtwangen mit seiner 1.200-jährigen Geschichte zu den historischen Städten des Romantischen Frankens. Aus einem fränkischen Königshof und dem Anfang des 8. Jahrhunderts erstmals erwähnten Kloster der Benediktiner, wurde Feuchtwangen 1197 ein Kollegiatstift. Um 1200 erhielt es den Status einer Reichsstadt. Doch 1379 übertrug der Bischof von Augsburg die Pflegschaft über das Stift an den Nürnberger Burggraf Friedrich V. Der wiederum verpfändete den erworbenen Besitz wenige Monate später an Karl IV. Der Status der Reichsstadt war damit für alle Zeiten passé.

Weitere Informationen:

Historischer Marktplatz Feuchtwangen

Marktplatz

91555 Feuchtwangen

http://www.marktplatz-feuchtwangen.de/17681

*****
Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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Marktplatz
91555 Feuchtwangen

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