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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Audi

Audi

Florian Russi

Wirtschaftsmotor in Ingolstadt

Fast eineinhalb Millionen Personenkraftwagen stellte die Firma Audi AG im Jahr 2012 her und erzielte damit einen Jahresumsatz von 48,7 Milliarden Euro. Damit trug die Gesellschaft, die zum VW-Konzern gehört und ihren Hauptsitz in Ingolstadt hat, in beachtlichem Umfang zum wirtsschaftlichen Wiederaufschwung der Bundesrepublik Deutschland bei. Der Jahresgewinn betrug nach Abzug der Steuern über 4,5 Milliarden €, das heißt die Firma ist erfolgreich, finanziell gesund und kann in die Zukunft investieren. Allein im Stammwerk Ingolstadt, an dem über 550.000 PKWs hergestellt wurden, waren mehr als 35.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Automobilindustrie ist der bedeutendste Wirtschaftszweig in Deutschland und wird es noch lange bleiben können. Über 6 Milliarden Menschen leben zur Zeit auf der Welt und fast alle wollen mobil sein. Das Auto ist ein wichtiger Teil des Familienlebens und in den meisten Berufen nicht wegzudenken. Für viele ist es auch ein Prestigeobjekt. Auf lange Sicht werden in der ganzen Welt Autos nachgefragt werden. Deutschland ist in der glücklichen Situation, über drei große Konzerne mit beliebten Automarken zu verfügen.

Drei Autobauer haben ihren Stammsitz in Bayern und einer davon ist Audi. Er steht nicht alleine da, sondern ist zugleich Auftraggeber und Kunde für viele Zulieferunternehmen. Das ist einer der Gründe dafür, dass das frühere Agrarland Bayern zu einem führenden Technologiestandort wurde und die geringste Arbeitslosigkeit in Deutschland aufweist.

 

Die Firma Audi wurde 1910 von dem Autopionier August Horch (1868-1951) gegründet. Er baute seit 1900 eigene Autos und gründete 1904 die August Horch Motorwagen Werke AG in Zwickau. Nach Zerwürfnissen mit der Finanzverwaltung schied er dort aus und gründete 1909 eine neue Gesellschaft. Da der Name Horch von der alten AG beansprucht wurde, musste der Firmengründer nach einem neuen Namen suchen. Ein Schüler, Sohn einer befreundeten Familie, kam auf die Idee, das Wort "Horch" ins Lateinische zu übersetzen: "Audi".

Im Jahr 1932 schlossen sich 4 Autohersteller im Deutschen Reich zu einer "Autounion" zusammen. Zum Firmensymbol wurden vier zusammenhängende Ringe bestimmt. Sie standen für den Zusammenschluss von Audi, DKW, Horch und Wanderer. Audi allein hat überlebt. Seit 1966 gehört es zum Volkswagenkonzern, der auf dem Weg ist, der weltweit größte Autobauer zu werden.

Audi wirbt mit dem Slogan „Vorsprung durch Technik". Tatsächlich gilt die Firma seit vielen Jahren als Pionier für technische Neuentwicklungen, und dies nicht nur bei ihren Produkten, sondern auch bei deren Herstellung und Bauweise. Im Jahr 2013 präsentierte die Firma 12 verschiedene Wagentypen. Zu Audi gehören auch der italienische Sportwagenhersteller Lamborghini und der ebenfalls in Italien angesiedelte Motorradbauer Ducati.

 

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Fotos: Florian Russi

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