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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Residenz Würzburg

Residenz Würzburg

Werner Rosenzweig

Die Residenz in Würzburg

Das Paradies vieler Würzburger Fürstbischöfe, die Residenz zählt zum UNESCO-Welterbe. Nicht nur die Architektur des Gebäudes verzaubert, auch der Hofgarten, nach Versailler Vorbild gestaltet, mit einer streng symmetrischen Gliederung. Laubengänge und Gartenplastiken, tragen weiterhin zur Faszination der Gesamtanlage bei. Heute zählt die Würzburger Residenz, 1720 bis 1744 nach den Plänen von Balthasar Neumann erbaut, zu den Hauptwerken des süddeutschen Barock und den bedeutendsten Schlössern Europas. Es dauerte bis 1780, bis die Residenz auch in ihrem Inneren vollständig ausgestattet war. Glanzstücke sind das großartige Treppenhaus mit freitragendem Gewölbe und dem größten zusammenhängenden Deckenfresko der Welt, welches 1752/53 der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo schuf, und welches die vier Weltteile darstellt. Einmalig ist auch die Raumfolge vom Vestibül bis hin zum Gartensaal, welche über das Treppenhaus, den Weißen Saal und den, ebenfalls von Tiepolo freskierten, Kaisersaal verläuft. Bis 1802 war die Residenz Sitz der Würzburger Fürstbischöfe. Ein Bombenangriff auf Würzburg, am 16. März 1945 beschädigte vor allem die Seitenflügel der Residenz. Glücklicherweise überstanden viele Einrichtungsgegenstände und Wandverkleidungen den Angriff. Heute ist sie vornehmlich ein Museum, welches wieder über 40 Schauräume verfügt.

Weitere Informationen:

Adresse:

Residenzplatz 2

97070 Würzburg

Internetauftritt: https://www.residenz-wuerzburg.de/

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Text - und Bildquelle

Rosenzweig, Werner: Franken: Die 99 besonderen Orte der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2018.

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