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Natalie Gutgesell
Dora Hitz
Fränkische Künstlerin, rumänische Hofmalerin, europäische Avantgardistin
Ausstellungskatalog

Dora Hitz (1856–1924) gehörte als Protagonistin der Avantgarde zu den führenden Impressionistinnen Europas. Als erste Hofmalerin Rumäniens war sie der Königin, der international berühmten Schriftstellerin Carmen Sylva, eine enge Vertraute. Die Karriere der Künstlerin begann bereits in früher Kindheit als Tochter eines Zeichenlehrers in Mittelfranken. Ab ihrem dreizehnten Lebensjahr studierte sie in München und später in Paris am Montmartre. Sie lebte und arbeitete in der Bretagne, in London, in Dresden und schließlich vor allem in Berlin, wo sie den Gründungsmitgliedern der Secession angehörte. Zahlreiche Persönlichkeiten der Kunst, Literatur und Wirtschaft zählten zu ihrem Freundeskreis.
Der Großteil ihrer Werke befindet sich heute in Privatbesitz. Schloss Peleș in Rumänien beherbergt mit zehn Wandmalereien die umfangreichste Sammlung an Werken der Künstlerin weltweit. Der Gemäldezyklus wird zum ersten Mal in seiner Gesamtheit und seinem Entstehungskontext veröffentlicht.

Ulanendenkmal

Ulanendenkmal

Werner Schwanfelder

Auf den Spuren der Ulanen

Was haben die Ulanen mit Bamberg zu tun? Übersetzt: „die Tapferen“, mit Lanze bewaffnete Reiter. Einst an der polnischen Grenze eingesetzt. Gutes Vorbild. Bald gab es in den europäischen Armeen Ulanen-Regimenter. Der bayerische König Max Joseph I. baute seit 1813 Ulanen-Regimenter auf.

Bamberg hatte als Garnisonsstadt Tradition. Zwischen 1863 und 1919 beherbergte sie das 1. Königlich Bayerische Ulanen-Regiment. Angetan mit einer Ulanka, einem doppelt geknöpften Waffenrock, und einer Tschapka, einem mit Haarbusch und viereckigem Deckel versehenem Lederhelm, im Gegensatz zu der damals üblichen Pickelhaube. In der Hand die Lanze. Später auch Säbel und Pistole, dann Revolver und Karabiner.

Nach der Säkularisation von 1803 und der Enteignung der Kirche baute man Klöster gerne als Kasernen aus. In Bamberg nutzten die Ulanen seit 1872 neben der Langgass- (heutige Lange Straße), Koppenhof- (Nürnbergerstraße) und der Holzhof-Kaserne (Nürnbergerstraße) auch das alte Klarissen-Klosters als Unterkunft.

Bei den Bamberger Ulanen dienten zunächst überwiegend Pfälzer, später Bayern und Franken. Viele Adelssprösslinge: Stauffenberg, Egloffstein, Guttenberg, aber insbesondere Mitglieder der Familie von Gebsattel. Wohlbekannte Namen.

Später zeichneten sich die Ulanen durch viel Mut und eher sinnlose Angriffe gegen Maschinengewehrstellungen aus. Dabei starben viele Ulanen den Heldentod und die Regimenter wurden nicht mehr aufgelegt. In Wunderburg am Ulanenplatz hat man ihnen jedenfalls ein Denkmal gesetzt.

Weitere Informationen:

Ulanendenkmal

Ulanenplatz, Wunderburg

96050 Bamberg


*****

Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd

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