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Michael Hametner

Kopfkino
15 Gespräche – Ein Porträt des Malers Hans Aichinger
Reihe Ateliergespräche

Seine Bilder lassen an Fotorealismus denken. Hans Aichinger malt so vollkommen, dass eine Augentäuschung möglich ist. Michael Hametner, der den Künstler über mehrere Monate befragt hat, erfährt, wie wenig der Begriff für Aichinger selbst zutrifft. Er hat dem Künstler Kern- und Leitsätze großer Kollegen vorgelegt, zu denen sich Aichinger zustimmend oder ablehnend ins Verhältnis setzt. So entsteht das Porträt eines der ungewöhnlichsten Maler der Leipziger Kunstszene von heute. Aichinger erzählt über seine Bilder, die er sich ausdenkt, im Fotostudio mit Modellen nachstellt und schließlich in einem Akt von Meditation malt. Was entsteht, ist ein bis in die Details hinein perfekt anmutender Realismus.

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Neptunbrunnen in Bamberg

Neptunbrunnen in Bamberg

Werner Schwanfelder

Wo der Gabelmoo über das Gemüse wacht

Mit „Grüner Markt“ wird der Gemüsemarkt bezeichnet. Heute müsste der Platz eher „Bunter Markt“ heißen, denn Gemüse ist bunt geworden. Die Bamberger kommen gerne zum Einkaufen. Und sie können den Besuch mit einem Bummel durchs Kaufhaus und einer Verschnaufpause in den Cafés verbinden. Vielleicht auch einen Blick in die Martinskirche werfen.

Als Mittelpunkt steht auf dem Grünen Markt der „Gabelmoo“. Gemeint ist damit die römische Statue inmitten des Brunnens, aufrecht stehend und einen Dreizack in der linken Hand haltend; außerdem sieht der Dreizack aus wie eine Gabel, daher die Bezeichnung Gabelmoo, hochdeutsch Gabelmann. Die Figur soll eigentlich Neptun darstellen. Was er auf dem Grünen Markt verloren hat, ist den Bambergern nicht ganz klar. Den Brunnen hat man bereits 1337 errichtet und 1566 um eine Figur ergänzt – damals allerdings ein heiliger Georg.

1697 hatte Kurfürst Lothar Franz den Brunnen erneuern lassen. Bedeutsam ist, dass der Brunnen mit Quellwasser vom Stephansberg gespeist wird. Das Quellwasser fließt in Holzröhren fast durch die ganze Stadt und unterquert sogar die Regnitz.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Gabelmann zwar beschädigt, aber nicht zerstört, anders als die „alte Maut“ gleich daneben, ein Renaissancegebäude. Davon blieb nur eine Ruine übrig.

Der Brunnen befindet sich inmitten des Markttreibens. Auf den Stufen lassen sich erschöpfte Einkäufer nieder oder Touristen, die das Bamberger Leben beobachten wollen. Das kann man von hier aus bestens: sehen und lauschen.

Weitere Informationen:

Neptunbrunnen

Grüner Markt

96047 Bamberg



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Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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