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Alle unter dreißig! – 103. Ausgabe der allmende – Zeitschrift für Literatur

Herausgegeben von Hansgeorg Schmidt-Bergmann im Auftrag der Literarischen Gesellschaft, Karlsruhe
Redaktion: Matthias Walz und Hansgeorg Schmidt-Bergmann
39. Jahrgang

Wer schreibt eigentlich die Literatur der Gegenwart? Junge deutschsprachige Autorinnen und Autoren im Fokus: In der neuen Ausgabe stellen Nachwuchstalente sich und ihre Bücher vor. Ist das Alter oder die Erfahrung des/der Schreibenden ein Kriterium oder gar ein Garant für den Erfolg eines Buches? Wie spiegeln sich die Lebensrealität oder globale Krisen in der Literatur? Jede Autorin und jeder Autor gibt einen spannenden Einblick in den eigenen Schreibprozess und berichtet unter anderem von ersten Erfahrungen mit Verlagen.

Neptunbrunnen in Bamberg

Neptunbrunnen in Bamberg

Werner Schwanfelder

Wo der Gabelmoo über das Gemüse wacht

Mit „Grüner Markt“ wird der Gemüsemarkt bezeichnet. Heute müsste der Platz eher „Bunter Markt“ heißen, denn Gemüse ist bunt geworden. Die Bamberger kommen gerne zum Einkaufen. Und sie können den Besuch mit einem Bummel durchs Kaufhaus und einer Verschnaufpause in den Cafés verbinden. Vielleicht auch einen Blick in die Martinskirche werfen.

Als Mittelpunkt steht auf dem Grünen Markt der „Gabelmoo“. Gemeint ist damit die römische Statue inmitten des Brunnens, aufrecht stehend und einen Dreizack in der linken Hand haltend; außerdem sieht der Dreizack aus wie eine Gabel, daher die Bezeichnung Gabelmoo, hochdeutsch Gabelmann. Die Figur soll eigentlich Neptun darstellen. Was er auf dem Grünen Markt verloren hat, ist den Bambergern nicht ganz klar. Den Brunnen hat man bereits 1337 errichtet und 1566 um eine Figur ergänzt – damals allerdings ein heiliger Georg.

1697 hatte Kurfürst Lothar Franz den Brunnen erneuern lassen. Bedeutsam ist, dass der Brunnen mit Quellwasser vom Stephansberg gespeist wird. Das Quellwasser fließt in Holzröhren fast durch die ganze Stadt und unterquert sogar die Regnitz.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Gabelmann zwar beschädigt, aber nicht zerstört, anders als die „alte Maut“ gleich daneben, ein Renaissancegebäude. Davon blieb nur eine Ruine übrig.

Der Brunnen befindet sich inmitten des Markttreibens. Auf den Stufen lassen sich erschöpfte Einkäufer nieder oder Touristen, die das Bamberger Leben beobachten wollen. Das kann man von hier aus bestens: sehen und lauschen.

Weitere Informationen:

Neptunbrunnen

Grüner Markt

96047 Bamberg



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Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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