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Natalie Gutgesell
Dora Hitz
Fränkische Künstlerin, rumänische Hofmalerin, europäische Avantgardistin
Ausstellungskatalog

Dora Hitz (1856–1924) gehörte als Protagonistin der Avantgarde zu den führenden Impressionistinnen Europas. Als erste Hofmalerin Rumäniens war sie der Königin, der international berühmten Schriftstellerin Carmen Sylva, eine enge Vertraute. Die Karriere der Künstlerin begann bereits in früher Kindheit als Tochter eines Zeichenlehrers in Mittelfranken. Ab ihrem dreizehnten Lebensjahr studierte sie in München und später in Paris am Montmartre. Sie lebte und arbeitete in der Bretagne, in London, in Dresden und schließlich vor allem in Berlin, wo sie den Gründungsmitgliedern der Secession angehörte. Zahlreiche Persönlichkeiten der Kunst, Literatur und Wirtschaft zählten zu ihrem Freundeskreis.
Der Großteil ihrer Werke befindet sich heute in Privatbesitz. Schloss Peleș in Rumänien beherbergt mit zehn Wandmalereien die umfangreichste Sammlung an Werken der Künstlerin weltweit. Der Gemäldezyklus wird zum ersten Mal in seiner Gesamtheit und seinem Entstehungskontext veröffentlicht.

Rain

Rain

Werner Rosenzweig

Reinschau’n in Rain

Rain ist bekannt durch seine Blumenpracht, Parks und Gärten. Der „Rainer Grüngürtel“ umschließt die gesamte Altstadt. Auch geschichtlich hat Rain einiges zu bieten. 1632 fand hier die Schlacht bei Rain statt, in welcher der berühmte kaiserliche Feldherr Graf Johann Tserclaes Tilly auf das Heer des Schwedenkönigs Gustav Adolf traf. Er wollte die Schweden daran hindern, den Lech zu überqueren. Doch die Schweden behielten die Oberhand und siegten. Graf Tilly wurde von einer Kugel im rechten Oberschenkel getroffen und verstarb am 30. April an seinen Verletzungen. Noch heute erinnert das Tilly-Denkmal vor dem Rokoko-Rathaus an seinen Tod. Ringsum und entlang der Hauptstraße stehen stolze Bürgerhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Straße führt auch vorbei am Marienbrunnen und hin zum beeindruckenden Rathaus, welches der „Hingucker“ am Marktplatz ist. Sein Vorgängerbau musste wegen starker Kriegsbeschädigungen abgerissen und erneuert werden. So entstand zwischen den Jahren 1759 und 1762 der heutige Bau mit dem geschweiften Volutengiebel und dem schlanken Giebelturm. Im Stadtzentrum steht außerdem die Allerheiligenkapelle mit einem eindrucksvollen barocken Hochaltar. Im dortigen Karner haben sich Gebeine und Schädel von rund 2.500, zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert verstorbenen, Bürgern angesammelt.


*****

Textquelle:

Rosenzweig, Werner: Romantische Straße: Die 99 besonderen Seiten der Region, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2019.

Bildquelle:

Fotografien: Rosenzweig, Werner, entnommen ebd.

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Rain

Hauptstraße
86641 Rain

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