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Olaf Jacobs (Hg.)

Die Treuhand – ein deutsches Drama

Das Buch »Die Treuhand – ein deutsches Drama« spürt der Geschichte der polarisierenden Institution nach. Ausgehend von der wirtschaftlichen Situation 1989/90 werden zunächst die Startbedingungen, Chancen und Probleme der bevorstehenden wirtschaftlichen Transformation dargelegt, um dann anhand konkreter Fallbeispiele klarzumachen: Der Niedergang eines Unternehmens prägte überall im Osten ganze Regionen – und veränderte das Leben der Menschen nachhaltig. Durch die Vielfalt der Geschichten wird die facettenreiche Arbeit der Treuhandanstalt in ihrer ganzen Ambivalenz deutlich: Mal war sie Helfer, mal Bremsklotz und mal Totengräber.

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Brauerei Greifenklau

Brauerei Greifenklau

Werner Schwanfelder

Gemütlich in der Brauerei Greifenklau

Auf dem Kaulberg gründete 1719 der Domherr Franz Friedrich von Greifenklau eine Brauerei mit Wirtshaus, rückseitig ein Garten mit Blick zur Altenburg, heute noch gefeierter Biergarten. Nur zehn Jahre später starb der Gründer und der Besitz ging an das Domkapitel. Dieses veräußerte die Brauerei schnellstmöglich, worauf sie durch viele Besitzerhände ging. Schließlich erwarb Sigmund Brockard das Objekt, Urgroßvater der jetzigen Braumeister der Greifenklau. Das Anwesen war ziemlich heruntergekommen. Erst 1919 konnte in dem renovierten Brauhaus wieder Bier gebraut werden. Seitdem kommen die Bamberger in Scharen, wenn es im November das helle Bockbier mit satten 16,4 Prozent Stammwürzegehalt gibt. Im Wirtshaus leistet man sich dazu ein knuspriges Schäuferla oder eine Bierhaxe mit Sauerkraut, zarte Rinderbrust in Meerrettichsoße mit Preiselbeeren oder eingelegten fränkischen Sauerbraten mit Blaukraut. Nicht zu verachten die hausgemachten und handgerollten rohen Klöße.

Bamberger Schmankerln sind auch Rinderleber gebacken, sauere Lunge, Rinderherz sauer, sauere Nieren oder Schweinszüngla gebacken. Wer was Kleines möchte, kommt nicht zu kurz. Vielleicht ein „Backstaakäs’ mit Musik“ oder die legendäre „blaue Gelbwurst“?

Wenn die Sonne scheint, drängen alle in den Biergarten über einem der ältesten Bamberger Bierkeller. Im Gewölbe des ehemaligen Bierlagerkellers lagerte man früher – unter Schatten spendenden Kastanienbäumen und gekühlt mit Eis aus den umliegenden Weihern – im Sommer das fertige Bier.

Weitere Informationen:

Brauerei Greifenklau

Laurenziplatz 20

96049 Bamberg

Tel.: 0951 / 53219

www.greifenklau.de


Öffnungszeiten:

Mogeschlossen
Di - Sa11:00 - 22:30 Uhr
Sogeschlossen


*****

Textquelle:

Schwanfelder, Werner: Bamberg: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Reiseführer, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2015.

Bildquelle:

Ebd.

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