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Der Bronstein-Defekt

und andere Geschichten 

Christoph Werner

"Ich stellte bald an mir selbst die Verführung durch Zählen und Auswerten fest und empfand die Wonne, Gesetzmäßigkeiten bei gewissen Massenerscheinungen festzustellen. Nichts war vor mir sicher. Als erstes machte ich mich über die Friedhöfe her..."

Nürnberger Lebkuchen

Nürnberger Lebkuchen

Isabell Meseck

Süßes zur Weihnachtszeit

Weihnachten ohne Lebkuchen? Für mich undenkbar! Und natürlcih schmecken die original Nürnberger Lebkuchen, hergestellt nach einem gut gehüteten Geheimrezept, am besten.

Woher der Name "Lebkuchen" stammt, ist nicht bekannt. Er kann sowohl vom lateinischen "libum" (Fladen) oder vom altdeutschen "lebbe" (sehr süß) abgeleitet werden, beides ist jedenfalls zutreffend.

Lebkuchen wurden schon im Mittelalter hergestellt. Sie wurden in Klosterapotheken als Honigfladen mit Heilkräutern angeboten. Quasi als süße Medizin!

Später, im Jahr 1395, begannen erste so genannte Lebküchner die süßen Lebkuchen herzustellen und schlossen sich 1643 zur Zunft der "Nürnberger Lebzelter" zusammen.

Aber warum ausgerechnet in Nürnberg?

In dieser Zeit war Zucker unerschwinglich, so mussten die Lebküchner auf Honig zurückgreifen. Dieser war im umliegenden Reichswald, auch "des Heiligen Römischen Reiches Bienengarten" genannt, ausreichend vorhanden. Außerdem war die zentrale Lage Nürnbergs an wichtigen Handels- und Gewürzstraßen mit ausschlaggebend.

Das original Nürnberger-Lebkuchen-Rezept wird streng gehütet. Die wichtigsten Zutaten sind allerdings: Anis, Ingwer, Kardamon, Koriander, Muskat, Nelken und Zimt und natürlich Honig. Weiterhin kommen noch Marzipan, Zucker und Eier hinzu. Oftmals auch noch Mandeln und Nüsse und wer es noch etwas schokoladiger mag, fügt noch Schokolade hinzu.

Original Nürnberger Lebkuchen werden ohne Hefe gebacken. Damit sie nicht am Backblech festklebten, wurden Oblaten untergelegt.

Lebkuchenstand
Lebkuchenstand

Nürnberger Lebkuchen gibt es in den unterschiedlichsten Variationen. Hier eine kleine Auswahl:

Braune Lebkuchen: Sie werden ohne Oblaten gebacken und geformt, gestrichen oder geschnitten.

Elisen-Lebkuchen: Die wohl bekanntesten Lebkuchen. Sie werden auf Oblaten gebacken und wurden 1808 nach der Tochter eines Lebzelters benannt.

Weiße Lebkuchen: sie sind immer rechteckig und werden auf Oblaten gebacken. Sie werden weder gefüllt, noch glasiert, allerdings werden sie oftmals mit Mandeln oder Ähnlichen verziert.

Kaiserlein: Als Friedrich III. 1487 in Nürnberg Reichstag hielt, wurden sie an die Nürnberger Kinder verschenkt. Auf den rechteckigen Lebkuchen ist das kaiserliche Konterfei abgebildet.

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Quelle: Broschüre Nürnberger Lebkuchen, 2. Auflage, 12/2008, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Bild 1: gemeinfrei

Bild 2: schlurcher_cc-by-3.0_gdfl_1.2 www.wikipedia.de